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Höglinger: Mehr Platz für Werkstätte, Gebrauchtwagen und Motorräder

Österreichs größter privater BMW-Händler eröffnete 2400 Quadratmeter großen Neubau.

Höglinger: Mehr Platz für Werkstätte, Gebrauchtwagen und Motorräder

"Wir steuern heuer auf einen Verkaufsrekord zu": Michael Höglinger, Andrea Schmidt, Michael Schmidt (v.l.) Bild: heb

Diese Chance mussten wir nutzen." Michael Schmidt erinnert an das Jahr 2012, als das 10.000 Quadratmeter große Nachbargrundstück frei wurde. "Wir haben sofort zugeschlagen." Denn der Erfolg des Traditions-Autohauses an der Linzer Industriezeile hatte den (Park-)Platz knapp werden lassen. Schließlich ist BMW Höglinger Denzel der größte private BMW-Händler Österreichs.

Insgesamt 26.000 Quadratmeter misst das Areal nun. Doch wie soll es genutzt werden? "Wir haben den Bremer Architekten Reinhard Beichler geholt", sagt Michael Höglinger, der mit Michael Schmidt und Denzel-Chef Gregor Strassl als Geschäftsführer des Unternehmens fungiert. "Beichler gestaltet weltweit Autohäuser."

Die Zielrichtung war klar: Parkplätze für die Werkstätte fehlen, und die Räume für den Motorrad- und Gebrauchtwagen-Verkauf sind heillos veraltet. "Wir haben uns entschieden, den erst zehn Jahre alten Garagenbau abzureißen und stattdessen einen 80 mal 30 Meter großen Neubau hinzustellen", sagt Schmidt. Am 26. Juni 2017 war Spatenstich des Acht-Millionen-Euro-Projektes.

Dieser Tage siedeln die Abteilungen um: der Gebrauchtwagen-Verkauf, der Motorrad-Verkauf sowie die Motorrad-Werkstätte sowie das Motorrad-Ersatzteillager. Mehr Platz, mehr Komfort, alles hochmodern: "Motorradfahrer müssen nun nicht mehr im Regen stehen, wenn sie ihr Bike zu uns in die Werkstatt bringen", sagt Höglinger. 550 statt 300 Parkplätze stehen zur Verfügung. Damit wächst auch das Gebrauchtwagenangebot. Ob sich das Projekt auszahlt? "Wir haben’s nicht für uns gemacht, sondern für unsere Kinder", sagt Schmidt (58) und blickt voller Zuversicht Richtung Pension. Denn: "Wir haben noch nie so viele Neuwagen verkauft wie heuer", sagt der Linzer. "Wir steuern auf einen absoluten Rekord zu." Und auch um die Auslastung der Werkstätten macht sich Höglinger keine Sorgen: "Mehr als 70 Prozent nehmen das BMW-Care-Paket, das alle Services der ersten vier Jahre beinhaltet. Darum kommen die Leute auch regelmäßig zu uns."

 

Firmengeschichte

1929 gründete Josef Höglinger an der Oberen Donaulände 45 in Linz seine Kfz-Werkstätte. Nach Kriegsende begann die Zusammenarbeit mit BMW – als Vertragswerkstätte. Wegen des Baus des Römerbergtunnels übersiedelte der Betrieb an die Industriezeile. Anfang der 1980er schlossen sich Denzel (BMW-Neuwagenverkauf) und Höglinger (BMW-Werkstätte) zusammen, 1993 wurde der Neubau eröffnet. 2000 übernahmen Andrea Schmidt-Höglinger und Michael Höglinger den Betrieb, der im Vorjahr 900 neue BMW, 130 neue Mini, 130 neue BMW-Motorräder, 130 gebrauchte Bikes und 1000 Gebrauchtwagen verkaufte.

 

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Artikel 09. Juli 2018 - 00:04 Uhr
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