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Europas Autokäufer lassen den Diesel immer häufiger links liegen

LINZ. Die Neuzulassungen von Diesel-Pkw in den wichtigsten fünf Absatzmärkten der EU sind zwischen Mai 2017 und Mai 2018 um 20 Prozent gesunken.

Europas Autokäufer lassen den Diesel immer häufiger links liegen

In der Max-Brauer-Allee in Hamburg gibt es bereits ein Dieselfahrverbot – für all jene Selbstzünder, die nicht die Schadstoff-Norm Euro 6 erfüllen. Bild: Reuters

Die Abkehr vom Dieselmotor ist in Europa bereits in vollem Gang: Die Furcht vor Fahrverboten hält insbesondere private Kunden davon ab, jetzt noch ein Auto mit Selbstzünder zu kaufen, wie aktuelle Neuzulassungszahlen zeigen.

In den ersten fünf Monaten des heurigen Jahres wurden in Österreich 64.073 Pkw mit Dieselmotor neu zugelassen – das ist ein Minus von 17,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bei deutlich stärkerem Gesamtmarkt, wohlgemerkt. Der Selbstzünder hat damit in Österreich nur noch 41,1 Prozent Marktanteil. Zum Vergleich: Im Jahr 2004 lag der Dieselanteil aller Pkw-Neuzulassungen zwischen Neusiedler- und Bodensee laut Statistik Austria bei 70,8 Prozent.

Parallel dazu sind die erstmaligen Zulassungen von Benzinern und Hybrid-Autos stark angestiegen. 54,1 Prozent aller Neuzulassungen von Jänner bis Mai 2018 in Österreich entfielen auf Benziner, ein Plus von 23,4 Prozent im Vorjahresvergleich. Bei den Hybridautos gab’s ein Plus von 19,9 Prozent.

Diesel-Neuzulassungen stark rückläufig:



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Größtes Minus in Deutschland

Die Abwendung vom Selbstzünder ist in ganz Europa zu beobachten, wie aktuelle Zahlen des Beratungsunternehmens "EY" zeigen (siehe Grafik): Demnach sind die Neuzulassungen von Diesel-Pkw im Vergleich zwischen Mai 2017 und Mai 2018 in den Top-5-EU-Märkten um 20 Prozent zurückgegangen. In Deutschland und Großbritannien waren es sogar minus 27 Prozent bzw. minus 24 Prozent.

"Vertrauenskrise bleibt"

"Die Vertrauenskrise ist für den Dieselantrieb längst nicht überwunden. Auch wenn neue Dieselmotoren der Euro-6d-Norm sauber, hoch effizient und ein wichtiger Bestandteil einer Strategie zur Senkung der CO2-Emissionen sind, werden viele Kunden bis auf weiteres lieber zu Benzin-Modellen greifen", sagt dazu Gerhard Schwartz, Partner beim Beratungsunternehmen EY Österreich.

Angesichts dieser Entwicklung wächst nun bei den Autoherstellern die Angst vor Strafzahlungen wegen der Nichteinhaltung von CO2-Grenzwerten. Denn bei einem sinkenden Marktanteil des Selbstzünders steigt der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Neuwagenflotten, da Diesel-Modelle weniger CO2 ausstoßen als Benzin-Pkw. Dazu kommt, dass der Marktanteil von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben nur relativ langsam wächst.

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Artikel Clemens Schuhmann 30. Juni 2018 - 00:04 Uhr
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