Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Sonntag, 16. Dezember 2018, 12:02 Uhr

Linz: -1°C Ort wählen »
 
Sonntag, 16. Dezember 2018, 12:02 Uhr mehr Wetter »
Anzeigen  > Motor  > Motornachrichten

DS7 Crossback: Verführerisch und fein, dieser Franzose

Wenn der Nachwuchs die Feinheiten des Dauertesters DS7 Crossback entdeckt!

Verführerisch und fein, dieser Franzose

Schaltet sich das Licht ein, verdreht der DS7 erst einmal gekonnt die Scheinwerfer: ein echtes Spektakel! Bild: DS

Jetzt passiert es nach fast 15.000 Test-Kilometern noch immer: Dich sprechen Menschen an, wer denn dieser schicke Kerl sei, mit dem wir auf der Überholspur sind? Um dann gleichzeitig dem Charme des DS7 zu erliegen, wenn der Franzose aus dem PSA-Konzern zu seinem verführerischen Augenaufschlag ansetzt: Beim Aufsperren drehen sich die zu leuchten beginnenden drei LED-Elemente um 180 Grad.

Es ist nicht die einzige Spielerei, über die dieser SUV (ohne Allrad) zwischen Kompakt- und Mittelklasse verfügt. Tatsächlich probiert es der DS7 nicht nur beim Design, sondern in vielen Bereichen mit einer erfrischenden Art des Andersseins.

Innenraum: Mit so viel Platz im Heck haben wir wegen der hohen Ladekante auf den ersten Blick gar nicht gerechnet. 555 Liter passen in den Kofferraum. Mit einem Griff lässt sich auch die Rückbank umklappen. Als Fahrer findet man rasch eine gute Position – und bei langen Fahrten sind die Massagesitze ein Genuss. In der zweiten Reihe lässt es sich auch mit längeren Füßen gemütlich reisen. Kinder entdecken gleichzeitig mit Freude, dass sich die Rückenlehne in der Neigung elektrisch verstellen lässt.

Verführerisch und fein, dieser Franzose

Wohlfühlfaktor: Hohes Niveau, edel und chic – letzteren Begriff trägt unser Modell im Namen. Wieder ist der DS7 etwas anders: Die Uhr – von der französischen Uhrenmarke B.R.M. – sitzt über den Lüftungsdüsen und schwenkt erst beim Druck auf den Startknopf heraus. Ungewohnt: Die Fensterheber sind im Mitteltunnel platziert.

Infotainment: Da setzt der DS7 auf Größe. Zwölf Zoll misst der Infotainment-Bildschirm im Testwagen, serienmäßig sind es acht. Bei der Bedienung muss man sich etwas einarbeiten. Gut gelöst ist die Gestaltung der Bedienung des digitalen Instrumententrägers. Vom Lenkrad aus kann der Fahrer alle möglichen Ansichten einstellen: von der großen Navi-Karte bis hin zur Minimal-Variante, der Geschwindigkeitsanzeige.

Ausstattung: Im Premium-Segment ist der DS7 auch bei den Assistenzsystemen unterwegs. Er hilft beim Lenken oder übernimmt Tempolimits. Eine Erfahrung, die wir im OÖN-Test machen mussten: Der aktive Spurhalter greift manchmal mit zu viel Kraft ein. Ein dickes Plus gibt es für den Nacht-sichtassistenten: Er erkennt Fußgänger, Radfahrer, Tiere und markiert sie auf einem Kamerabild, das im Instrumententräger aufpoppt. In den meisten Fällen ist dieser Assistent eine Unterstützung, auf jeden Fall ist er immer aufmerksam. Frage nach bei jemandem, der auf dem Land wohnt und wo es keine Straßenlaternen gibt, aber dafür Radler, die ohne Licht unterwegs sind ...

Verführerisch und fein, dieser Franzose

Fahrvergnügen: Wir fahren den Diesel mit 177 PS und 400 Newtonmeter Drehmoment aus 2,0 Litern Hubraum. Der Motor arbeitet leicht hörbar, aber nie unangenehm. Die Achtgang-Automatik schaltet weich und flott. Der Verbrauch: weniger als sieben Liter in der Stadt. Wir pendeln viel, der Durchschnitt liegt bei 5,3 Liter. Im Komfort-Modus schwingt der DS7 weich, "Active Scan Suspension" heißt das Zauberwort. Eine Kamera tastet die Fahrbahn 20 Meter vor dem Auto ab und passt die Dämpfer entsprechend an. Ähnliches gibt es in der S-Klasse von Mercedes, DS baut aber die Federung schon ab der zweiten Ausstattungslinie "Be Chic" ein. Verführerisch, dieser Franzose. Nicht nur wegen des Augenaufschlags.

 

DS7 Crossback Blu HDI 180

Preis: ab 33.585 Euro
OÖN-Testwagen 52.827 Euro

Motor: 4-Zylinder-Turbodiesel
Hubraum 1997 ccm
Leistung 130 kW (180 PS) bei 3750 U/min
max. Drehmoment 400 Nm bei 2000 U/min

Verbrauch (NEFZ)
Stadt/Land/Mix 5,6/4,4/4,9
OÖN-Test 5,3
Tank/Kraftstoffart 55 l/Diesel

Umwelt: Euro-6
CO2-Ausstoß 128 g/km

Antrieb: Front
Getriebe 8-Gang-Automatik

Fahrleistungen:
0 auf 100 km/h in 9,4 sec
Spitze 215 km/h

Abmessungen & Gewichte:
L/B/H 4595/1895/1618 mm
Radstand 2735 mm
Leergewicht 1627 kg
Zuladung 508 kg
Kofferraum 555 Liter
Anhängelast gebr. 750 kg
ungebremst 1550 kg

Garantie: zwei Jahre

Plus: hochwertige Ausstattung, umfassende Palette an Sicherheitssystemen.

Minus: hohe Ladekante beim Kofferraum.

Kommentare anzeigen »
Artikel Roland Vielhaber 26. September 2018 - 00:04 Uhr
Mehr Motornachrichten

Skoda schlägt ein neues Kapitel auf: Der Scala löst den biederen Rapid ab

Der Tscheche kommt mit mehr Raum, mehr Assistenten und viel Konnektivität.

"Ab 2040 kommen keine Verbrenner mehr"

LINZ. Skoda CEO Bernhard Maier über den Scala, die Zukunft der Verbrenner und den SUV-Boom.

Der Weltmeistertitel und die europäische Realität

WIENER NEUDORF. Honda packt in den neuen CR-V einen Hybrid-Antrieb hinein – Auswahl zwischen ...

1500. Panther ging nach Finnland

LEONDING. Er ist ein waschechter Oberösterreicher und das Flaggschiff des Rosenbauer-Konzerns – der Panther.

450-kW-Station: In 3 Minuten 100 Kilometer laden

SALZBURG. Das Laden von Elektrofahrzeugen könnte bald fast so schnell erfolgen wie heute das Betanken mit ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS