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Fiesta 1,0 EcoBoost Active: Dieser Fiesta spielt "Activity"

Der kompakte Ford im Active-Trimm ist ein guter Allroundler für Stadt und Land.

Dieser Fiesta spielt "Activity"

Klein, aber sehr oho: Der Fiesta Active bietet mehr Platz und Fahrkomfort, als man es von einem kompakten Kleinwagen erwarten würde. Bild: Werk

Die Modell-Pfleger der Auto-Industrie arbeiten gerne mit Wachstumshormonen. Das merkt man auch beim Ford Fiesta, der erstmals 1976 vom Band rollte und damals 3565 Millimeter kurz gewesen ist. Die aktuelle Modellgeneration hat jetzt die Vier-Meter-Marke überfahren (mindestens 4040 Millimeter), damit ist er nicht mehr wirklich klein, dafür aber ziemlich oho. Das gilt vor allem auch für den Fiesta im "Active"-Trimm, der mit einer erhöhten Bodenfreiheit und 17-Zoll-Rädern etwas robuster daherkommt als das Ausgangsmodell. Downsizing statt Wachstum ist im Motorraum angesagt.

Design: Ford bezeichnet den Fiesta "Active" als Crossover-Modell, das zwischen dem kompakten Kleinwagen und einem eher hochkantigen SUV eingeordnet wird. Der Unterschied zum "normalen" Fiesta ist allerdings nicht besonders markant ausgefallen. Man könnte beide Modelle unter dem Motto "finde den Unterschied" nebeneinander stellen.

Dieser Fiesta spielt "Activity"

Innenraum: Sehr gut gelungen ist die Menü-Führung und Bedienbarkeit des Touchscreens. Auch Sprachbefehlen folgt der Fiesta artig. Das Platzangebot ist analog zu den Abmessungen gewachsen. Auch bei der Verarbeitung gibt sich der Fiesta keine Blöße. Dank der um 19 Millimeter erhöhten Bodenfreiheit sitzt man auch in einer gehobenen Position, was der Übersicht zugute kommt. Wobei es sich de facto nur um zwei Zentimeter handelt, das ist also nicht wirklich eine Welt. Das im Testauto verbaute Panorama-Dach wirkt sich bei Tageslicht positiv auf das Raumgefühl aus.

Fahrwerk: Auch der "hochgestellte" Fiesta gefällt mit einer Leichtfüßigkeit, die man vor allem im innerstädtischen Slalom zu schätzen weiß. Auf der Überlandstrecke kommt der Fahrkomfort nicht unter die Räder. Serienmäßig in der Active-Modellreihe ist der Fahrmodus-Schalter in der Mittelkonsole. Als Option wird "normal", "rutschig" und "eco" angeboten. Man kann während der Fahrt den Modus wechseln, allzu groß sind die Unterschiede allerdings nicht.

Motor: Hier wird nicht gewachsen, sondern geschrumpft. Statt vier gibt es drei Zylinder, als Hubraum genügt ein Liter. Im Testauto ergab die Kombination 100 Pferdestärken (es gibt auch Optionen auf 85, 125 und 140 PS). Was den Fahrkomfort, aber auch die Agilität angeht, ist das Resultat erstaunlich zufriedenstellend. Selten haben wir einen Dreizylinder mit so einer Laufkultur erfahren. Dass der Zugmaschine im dreistelligen Tempobereich das Schmalz ausgeht, ist natürlich klar. Nachtanken macht etwas nachdenklich: Im Test brauchte der aktive Fiesta knapp sechs Liter Benzin. Da hätten wir uns mehr Sparpotential erwartet.

Fazit: Der Ford Fiesta "Active" überzeugt mit Allround-Qualitäten. Bei den Extras findet man zahlreiche Möglichkeiten für ein Upgrading. Wir haben uns im Winter vor allem über die Lenkradheizung gefreut, das ausgezeichnete Sound-System war herzerwärmend.

 

Fiesta 1,0 EcoBoost Active

Preis: ab 15.640 Euro (Aktion)
OÖN-Testwagen 22.361,60 Euro
 
Motor: Benzin-Dreizylinder
Turbo-Aufladung
Hubraum 998 ccm
Leistung 74 kW (100 PS) bei 4500-6500 1/min
max. Drehmoment 170 Nm bei 1500-4000 1/min
 
Verbrauch (NEFZ)
Stadt/Land/Mix 5,9/4,4/5,0
OÖN-Test 6,1
Tank/Kraftstoffart 42 l/Benzin
 
Umwelt: Euro-6d-TEMP
CO2-Ausstoß 113 g/km
 
Antrieb: Front
Getriebe 6-Gang (manuell)
 
Fahrleistungen:
0 auf 100 km/h in 10,6 sec
Spitze 183 km/h
 
Abmessungen & Gewichte:
L/B/H 4068/1756/1495 mm
Radstand 2493mm
Leergewicht 1190 kg
Zuladung 485 kg
Kofferraum 292-1093 Liter
Anhängelast gebr. 1000 kg
ungebremst 615 kg
 
Garantie: 2 Jahre + 3 Jahre Extra-Garantie (max. 100.000 km)
 
Plus: gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, kultivierter Dreizylinder
 
Minus: Der kleine Motor ist nicht undurstig
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Artikel Christoph Zöpfl 11. März 2019 - 00:04 Uhr
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