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Volvo XC 40: Genau so sehen Sieger aus

Der Volvo XC 40 wurde zum europäischen "Car of the Year" gewählt – und das ist kein Zufall.

Genau so sehen Sieger aus

Eine runde Sache: Die Volvo-Designer haben die Feile ausgepackt, das merkt man auch beim neuen XC 40, der nicht nur optisch einen ausgezeichneten Eindruck macht. Bild: Volvo

Klein und groß zugleich – die Marktnische der kompakten SUV ist stark frequentiert, jetzt hat auch Volvo hier ein Modell ins Rennen geschickt. Der neue XC 40 soll sich zu einem Publikumsliebling entwickeln. Das dürfte dem Schweden, der inzwischen einen chinesischen Adoptivvater hat (seit 2010 gehört Volvo dem Geely-Konzern), auch gelingen. Zumindest 60 Fachjournalisten aus 23 europäischen Ländern haben den Gefällt-mir-Knopf gedrückt und den Volvo XC 40 zum "Car of the Year 2018" gekürt. Nach den Testfahrten können wir es ganz gut nachvollziehen, warum dieses Auto bei den Kollegen die erste Wahl gewesen ist.

Design: Dass Volvo seine Ecken und Kanten abgerundet hat, tut vielleicht den Hardcore-Fans der schwedischen Traditionsmarke weh, optisch ist diese Schönheitsoperation aber gelungen. Auch der XC 40 zieht viele Bewunderer an, sobald man ihn öffentlich einparkt. Die kleine schwedische Fahne an der Kühlerhaube ist ein netter Gag. Das Volvo-Image müsste mit solchen Hinweisen aber nicht aufpoliert werden, weil es ohnehin seit Jahrzehnten glänzend ist.

Genau so sehen Sieger aus

Innenraum: Mutig, mutig – unser weißes Testauto war innen teilweise mit einem orangen Filzbelag überzogen. Der Touchscreen in der Mitte stammt von den größeren Brüdern XC 60 und XC 90 und hebt den kompakten SUV ins Premium-Segment. Genauso der Oberklasse entnommen sind die Volvo-typischen zahlreichen elektronischen Helfer im Dienste der aktiven und passiven Sicherheit. Perfekt sind die "Sitzmöbel" des Schweden. Man hat das Gefühl, in einem großen, mächtigen SUV-Trumm zu sitzen, was in Wirklichkeit nicht stimmt. Im XC 40 bekommt man auch auf der Suche nach einem Innenstadt-Parkplatz keine Schweißausbrüche oder Panikattacken.

Fahrwerk: Das Testauto lebte auf großem Fuß (20-Zoll-Räder) und bot auf der Langstrecke ebenso einen hohen Fahrkomfort wie auf der Kurzdistanz. In den Gatsch sind wir – wie 95 Prozent der SUV-Fahrer – nie abgebogen. Das Wissen, einen Allradantrieb zu haben, beruhigt trotzdem. Im sportlichen Fahr-Modus wirkt der XC 40 wie ein nervöses Rennpferd, der hoch drehende Motor ist da praktisch immer auf Krawall gebürstet.

Genau so sehen Sieger aus

Motor: Das Kürzel T5 steht nicht mehr wie früher für einen Fünfzylinder-Motor, aber immer noch für viel Kraft. Unser XC40 zauberte aus vier Zylindern 247 PS und ein Drehmoment von 350 Newtonmetern. Die Achtgang-Automatik verteilte die Kräfte unaufgeregt und fehlerlos wie ein routinierter Croupier die Spiel-Chips. Dass der XC 40 mit rund 1,8 Tonnen nicht gerade zu den Leichtgewichten zählt, spürt man allerdings beim Verbrauch.

Fazit: Mit dem XC 40 hat Volvo ein stimmiges Auto auf die Räder gestellt, das zu Recht als "Car of the Year" ausgezeichnet wurde. Preiswert ist der Schwede allerdings nicht gerade. Das Match um neue Kunden aus dem Zielgebiet der deutschen Premium-Hersteller könnte spannend werden.

 

Volvo XC 40 T5 Geartronic R-design

Preis: ab 31.600 Euro
OÖN-Testwagen 58.833 Euro

Motor: Reihen-Vierzylinder
Direkt-Einspritzung
Hubraum 1969 ccm
Leistung 182 kW (247 PS) bei 5500 U/min
max. Drehmoment 350 Nm bei 1800 – 4800 U/min

Verbrauch (NEFZ)

Stadt/Land/Mix 9,1/6,3/7,3
OÖN-Test 10,2
Tank/Kraftstoffart 54 l/Super

Umwelt: Euro-6d-TEMP
CO2-Ausstoß 166 g/km

Antrieb: Allrad
Getriebe 8-Gang-Automatik

Fahrleistungen:
0 auf 100 km/h in 6,5 sec
Spitze 230 km/h

Abmessungen & Gewichte:
L/B/H 4425/1863/1658 mm
Radstand 2702 mm
Leergewicht 1772 kg
Zuladung 448 kg
Kofferraum 460/1336 Liter
Anhängelast gebr. 2100 kg
ungebremst 750 kg

Garantie: zwei Jahre

Plus: hohe Sicherheitsstandards, gelungenes Design, Premium-Segment-Anmutung

Minus: durstiger Benzin-Motor (es gibt Diesel-Alternativen)

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Artikel Christoph Zöpfl 25. Juni 2018 - 00:04 Uhr
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