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Suzuki Swift Sport: Und tschüssssssss ...

140 PS bei gerade einmal 973 Kilogramm. Der neue Suzuki Swift Sport hat für die Neuauflage fleißig trainiert, er hat mehr Kraft sowie um 80 Kilogramm weniger Gewicht. Und ordentlich Zug.

Und tschüssssssss ...

Nicht nur optisch ein dynamischer Kleinwagen Bild: Werk

Die dritte Generation des Suzuki Swift Sport fällt auf. Freilich haben die Designer für diesen Effekt auch in den Farbtopf gegriffen – Champion Yellow. Und gelb vor Neid könnte man schon werden, wenn man den kleinen Japaner vorbeiflitzen sieht. Aber nicht nur äußerlich vermag der Swift zu überzeugen. Auch unter der Motorhaube und im Innenraum wird das Prädikat "Sport" offensichtlich. "Der sieht ja aus wie ein Rallye-Auto", sagt der unbefangene Nachwuchs beim ersten Einsteigen völlig zu Recht.

Design: Aber beginnen wir beim Augenscheinlichsten, der "Verpackung". Freilich, gelb ist gewöhnungsbedürftig, findet aber rasch Gefallen (nicht nur bei den Kindern, die eine Freude beim Spiel "Wer ein gelbes Auto sieht, darf auf den Oberarm schlagen" haben). Vor allem verbunden mit den in Carbon-Optik gehaltenen Zierstreifen macht der Swift richtig was her. Sie suggerieren den Gummiabdruck nach einem Kavalierstart. Dieses Gehabe braucht der Fahrer zwar nicht, um aufzufallen, sie sind aber gefällig. Die Carbon-Zierelemente (aus Kunststoff) ziehen sich rund um das Auto, dazu schnittige Linien, ein großer Kühlergrill und zwei große Auspuffrohre, die das "Sport" schon allein optisch rechtfertigen. Wer dezentere Farben bevorzugt, dem stehen sechs weitere zur Auswahl.

Und tschüssssssss ...

Innenraum: Der Nachwuchs war vom Innenraum, wie erwähnt, begeistert. Denn nicht nur optisch ist den Machern ein flottes Design gelungen. Die Verarbeitung ist fein, die Sportsitze sind bequem, geben ordentlich Seitenhalt, was man bei der Fahrt durchs kurvige Mühlviertel gut brauchen kann. Freilich bei stets eingehaltener Geschwindigkeitsbegrenzung (der Swift macht auch so immer noch jede Menge Spaß). Der Tempomat ist einfach zu bedienen, wie überhaupt sämtliche Knöpfe am Lenkrad und an den Armaturen durchdacht und einfach zu bedienen sind – was keine Selbstverständlichkeit ist. Der 7-Zoll-Touchscreen ist übersichtlich, gut platziert und reagiert (relativ) direkt. Mit feinen roten Nähten und roten Zierelementen hat auch der Innenraum ein wenig Kontrastfarbe abbekommen.

Fahrwerk: Unterwegs im kurvigen Terrain hält der Suzuki Swift Sport ohne Mühe seine Linie. Die Schaltwege sind kurz und knackig. Die Stoßdämpfer stehen in relativ direktem Kontakt mit der Fahrbahnbeschaffenheit.

Und tschüssssssss ...

Motor: "Kannst du beschleunigen?", fragt der Nachwuchs. Einmal richtig reingestiegen, schon steht die Tachonadel bei der maximal erlaubten Geschwindigkeit. Auch wenn der 1,4-l-Boosterjet-Motor mit einem Drehmoment von 230 Nm keine absolute Höchstleistung vermuten lässt, so streckt sich der Suzuki dennoch, was den Fahrspaß angeht, mit Leichtigkeit an die Decke. Beim Überholen lässt er so manchen besser motorisierten Nebenfahrer staunend hinter sich. Ab 90 Grad Öltemperatur kommt der Boosterjet so richtig in Fahrt.

Fazit: So farbenfroh der Suzuki Swift Sport ist, so froh ist auch der Fahrer – samt Anhang – bei der Fahrt. Das Notbremswarnsignal mag zwar hin und wieder hypernervös sein, aber es verrichtet zuverlässig seinen Dienst, ebenso wie das Spurhaltesystem. Alles in allem hält der Suzuki Swift sein sportliches Versprechen und liefert ein absolut faires Preis-Leistungs-Verhältnis, denn der sportliche Swift hat viel zu bieten. Jede Menge Fahrspaß gibt’s obendrauf – und einen blauen Oberarm ("gelbes Auto!").

 

Suzuki Swift Sport

Preis: ab 21.990 Euro
OÖN-Testwagen 21.990 Euro

Motor: 1,4-Liter-Boosterjet-Benzinmotor
Hubraum 1373 ccm
Leistung 103 kW (140 PS) bei 5500 U/min
max. Drehmoment 230 Nm bei 3500 U/min

Verbrauch (NEFZ)
Stadt/Land/Mix 6,8/4,8/5,6
OÖN-Test 6,2
Tank/Kraftstoffart Benzin

Umwelt: Euro-6d-Tmp
CO2-Ausstoß 125 g/km

Antrieb: 2WD-Frontantrieb
Getriebe 6-Gang (manuell)

Fahrleistungen:
0 auf 100 km/h in 8,1 sec
Spitze 210 km/h

Abmessungen & Gewichte:
L/B/H 3890/1735/1480 mm
Radstand 2450 mm
Leergewicht 973 kg
Zuladung 472 kg
Kofferraum 265 – 947 Liter

Garantie: drei Jahre

Plus: Klein, fein, spritzig. Tolle Ausstattung (Müdigkeitswarner, Spurassistent, Abstandsregeltempomat ...) und Fahrspaß inklusive.

Minus: Kann man auch positiv sehen: Bei 37 Litern Tankinhalt lernt man den Tankwart besser kennen.

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Artikel 22. November 2018 - 00:04 Uhr
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