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Rasant auf die alte Erfolgsspur

Das R-Line-Paket macht den VW Golf in seiner siebenten Generation zum Sportler.

Rasant auf die alte Erfolgsspur

Mit dem R-Line-Paket zeigt der neue VW Golf mehr Kanten und wirkt dadurch dynamischer und athletischer. Bild: VW

Die Österreicher kaufen nach wie vor am liebsten: Golf. Auch in der 7. Generation zeigt der Bestseller aus dem Volkswagen-Konzern, warum er das auch bleiben und weiterhin dem Firmennamen gerecht werden wird. Praktische Größe, gute Fahreigenschaften und zeitlose Bauart. Das sind die elementaren Zutaten. Wohl deshalb haben die VW-Ingenieure den Facelift sehr behutsam gestaltet. Nur mit dem R-Line-Sportpaket zeigt der neue Golf richtig Kanten.

Design: Verändere kein Team, das gewinnt. Der Golf bleibt in seiner siebenten Generation ein Golf. Die Linien sind geschwungener, kleine, moderne Adaptionen, ein bisschen Dynamik – das war’s und mehr ist nicht nötig. Das Design wurde erfolgreich in die Jetztzeit transformiert. Für Sportliebhaber: Wie beim großen Bruder Tiguan macht beim VW Golf das R-Line-Paket den Unterschied aus. R-Line-Logo im Kühlergrill, schwarz glänzender Diffusor, Schwellenverbreiterungen, Sky-Panoramadach und 17-Zoll-R-Line-Felgen.

Innenraum: Auch hier weicht der neue Golf nicht von der Erfolgsspur ab: klares Design, aufgeräumtes Cockpit, praktische Ablagen und hochwertige Materialien. Da gibt es nicht viel zu beanstanden. Touchscreen, Freisprecheinrichtung (plus App-Connect) und Navi funktionieren im Test klaglos. Und wie bei jedem Golf, geht in den Kofferraum mehr rein, als man im ersten Augenblick denkt. Trotzdem haben die Fahrgäste im Rückraum immer noch genug Platz – bei einer Fahrzeuglänge von 4,25 Meter. Mehr geht immer. Ein Highlight ist das optionale Panoramadach.

Fahrwerk: Der Golf liegt ausgewogen auf der Straße, die Federung ist weder zu weich noch zu hart. In Verbindung mit dem DSG-7-Gang-Automatik-Getriebe ermöglicht das ein ruhiges Dahingleiten auf der Autobahn, aber auch in der Stadt und auf Kurzstrecken fühlt sich der Golf wohl. Souverän und entspannend.

Rasant auf die alte Erfolgsspur

 

Motor: 150 PS geben dem 1,5-Liter-TSI-Benzinmotor mehr als genug Kraft, Überholen ist auch auf Landstraßen kein Problem. TSI kommt mit der Zylinderabschaltung (ACT) jetzt dem Dieselverbrauch schon ziemlich nahe. Im Test lag der Verbrauch bei rund 6,2 Liter bei 100 Kilometer. Auch die Assistenzsysteme – Spurhalte-Assistent (optional), Abstandshalter und Müdigkeitserkennung – sind auf der Höhe der Zeit.

Fazit: Der Golf bleibt auch in seiner siebenten Generation ein Klassiker, der auf vergangenen Erfolgen aufbaut und sich weiter unter den Bestsellern bewegen wird. Das Facelift war behutsam, besonders mit dem R-Line-Paket macht das Auto made in Germany gute Figur. Der einzig wirkliche Nachteil des Golfs ist, wie in der Vergangenheit, der Preis. Unter 25.000 Euro ist er nicht zu haben.

Golf Highline 1,5 TSi act dsg

 

Preis: ab 29.790 Euro

OÖN-Testwagen 36.195 Euro

Motor: 4-Zylinder-Benzinmotor

Hubraum 1498 ccm

Leistung 110 kW (150 PS)

bei 5000 bis 6000 U/min

max. Drehmoment 250 Nm

bei 1500 bis 3500 U/min.

Verbrauch (MVEG)

Mix 5,0

OÖN-Test 6,2

Tank/Kraftstoffart 50 l, Benzin

Umwelt: Euro-6

CO2-Ausstoß 114 g/km

Antrieb: Front

Getriebe 7-Gang-DSG

Fahrleistungen:

0 auf 100 km/h 8,3 sec

Spitze 216 km/h

Abmessungen & Gewichte:

L/B/H 4258/1790/1492 mm

Radstand 2620 mm

Leergewicht 1317 kg

Zuladung 412–568 kg

Kofferraum 380–1270 Liter

Anhängelast gebr. 1500 kg

ungebremst 650 kg

Garantie: 3 Jahre.

Plus: R-Line-Paket, Panoramadach und Assistenzsysteme.

Minus: Preis-Leistung, im Basispaket fehlen Spurhalteassistent und Co.

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Artikel Clemens Thaler 11. Februar 2018 - 00:04 Uhr
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