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Peugeot Rifter: Der praktische Volks-Wagen

Peugeot hat die wertigste Variante aus dem Dreigestirn Rifter/Berlingo/Combo.

Der praktische Volks-Wagen

Breite Kunststoffpaneele an den Seiten sind nicht nur eine Design-Spielerei, sondern auch durchaus praktisch – auf engen Parkplätzen. Bild: Peugeot

Es war einmal ein Hochdachkombi, der ausschließlich als Nutzfahrzeug durch Frankreich düste. Doch das Volk verwendete den praktischen Wagen nicht nur dienstlich, sondern – und das überraschte den Hersteller – vor allem privat. Die logische Konsequenz hieß Citroen Berlingo, also die zivile Variante des leichten Nutzfahrzeugs. Konzern-Bruder Peugeot durfte nachziehen und taufte den unförmigen, aber unfassbar praktischen Kombi schlicht Partner. Heuer folgte die dritte Generation des Hochdachkombis, der bei Peugeot nun als Rifter im Prospekt zu finden ist und auch bei Citroen (Berlingo) und Opel (Combo) feilgeboten wird. Wobei sich Peugeot um die anspruchsvollere Variante in dem Dreigestirn kümmert.

Design: Hochdachkombi? Das klingt quadratisch, praktisch, gut. Hat aber für die Masse der Käufer wohl wenig Reiz. Darum trimmten die Franzosen den Rifter auf SUV: mit einem schwarzen Kunststoffband entlang der unteren Fahrzeugkante plus großem Kunststoffpaneel an den Seiten. Letzteres würde bei Citroen wohl Airbumps heißen. Unbestritten ist der enorme Nutzwert, weil die Risiken seitlicher Parkschäden drastisch sinken. Und die Gimmicks sehen rustikal aus. Das lenkt ein wenig von der Unförmigkeit des Hochdachkombis ab.

Innenraum: Die erste Generation verzichtete auf dicke Verkleidungen, dementsprechend riesig fielen die Platzverhältnisse für Passagiere wie Ladung aus. Mittlerweile verlangt der Markt mehr fürs Auge und weniger fürs Praktische. Kurzum: Die Verkleidungen sind dick, trotzdem bleibt noch reichlich Raum. Selbst Großgewachsene dürfen sich über viel räumliche Freiheit freuen – vorne wie hinten.

Der praktische Volks-Wagen

Als empfehlenswert empfanden wir die optionale Mittelkonsole mit zwei großen Fächern. Fehlt die Konstruktion, klafft dort eine riesige, nicht nutzbare Lücke.

Angefreundet haben wir uns während der zwei Testwochen derart eng mit dem iCockpit, dass wir die ungewohnte Anordnung danach schmerzlich vermisst haben. Kleines Lenkrad, darüber die Instrumente angeordnet – Peugeot kreierte eine Art Head-up-Display. Klingt logisch und gewöhnungsbedürftig, ist aber richtig sinnvoll.

Trotz der mächtigen Verkleidung über den Radkästen bleibt im Kofferraum noch reichlich Platz für allerlei Ladung. Konnten früher die zusammengefalteten Rücksitze nach vorne geklappt werden, lassen sich inzwischen nur noch die Lehnen umklappen. Der Boden ist dann fast eben, ein 29-Zoll-Mountainbike samt Urlaubsgepäck ist ohne Mühen rasch verstaut.

Motor: Der 130-PS-HDi besitzt reichlich Reserven und ist sparsam. 6,5 Liter Diesel sind ein akzeptabler Testverbrauch.

Fazit: Viele Assistenzsysteme, höherer Preis: Der Rifter ist kein billiger Kombi mehr, trotzdem verdient sich der Hochdach-Franzose das Prädikat empfehlenswert – nicht zuletzt wegen des genialen iCockpits.

 

Peugeot Rifter GT Line Blue HDi 130

Preis: ab 22.700 Euro
OÖN-Testwagen 29.600 Euro

Motor: Vierzylinder-Turbodiesel mit Direkteinspritzung
Hubraum 1499 ccm
Leistung 96 kW (130 PS) bei 3750 U/min
max. Drehmoment 300 Nm bei 1750 U/min

Verbrauch (NEFZ)
Stadt/Land/Mix 4,8/4,1/4,4
OÖN-Test 6,5
Tank/Kraftstoffart 61 l / Diesel

Umwelt: Euro-6d-TEMP
CO2-Ausstoß 116 g/km

Antrieb: Front
Getriebe 6-Gang (manuell)

Fahrleistungen:
0 auf 100 km/h in 10,4 sec
Spitze 184 km/h

Abmessungen & Gewichte:
L/B/H 4403/1848/1874 mm
Radstand 2785 mm
Leergewicht 1617 kg
Zuladung 518 kg
Kofferraum 775 - 3000 Liter
Anhängelast gebr. 1500 kg
ungebremst 750 kg

Garantie: zwei Jahre

Plus: viel Raum, sehr praktikabel.

Minus: Hintere Schiebetüren verhaken sich oft, manche iPhones haben nur eingeschränkte Funktionalität beim Info-System.

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Artikel Carsten Hebestreit 26. Dezember 2018 - 00:04 Uhr
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