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Jaguar E-Pace: Die fesche Raubkatze aus Graz

Der Jaguar E-Pace ist ein "cooles Auto", wie nicht nur der Nachbarsbub feststellen durfte.

Die fesche Raubkatze aus Graz

Geschmeidig, stimmig, ein typischer Jaguar: Der erste SUV der Briten vereint die traditionellen Qualitäten der Marke wie beispielsweise die Trittfestigkeit. Bild: Jaguar

Wow, ist dieses Auto cool", sagt der kleine Blondschopf aus der Nachbarschaft und inspiziert den kirschroten Jaguar E-Pace wie ein alter Profi. "Wenn ich groß bin, kauf ich mir ganz sicher auch so ein Auto." Sagt’s und düst mit dem Fahrradl davon. Was er nicht weiß: Das Auto, das da frech in der Einfahrt parkt, ist ein echter Österreicher und wird in Graz gebaut. Und nicht nur diese Tatsache spricht für den ersten Kompakt-SUV von Jaguar.

Design: Schon auf den ersten Blick ist der E-Pace als waschechter Jaguar zu erkennen und seinem großen Bruder wie aus dem Gesicht geschnitten. Vorne das gewohnt selbstbewusste Jaguar-Antlitz mit steilem Kühlergrill – als Abschluss das formschöne Hinterteil des F-Type. Dazwischen sehr schwungvoll mit abfallender Dachlinie (erinnert eher an ein Coupé als an einen SUV), was die Geräumigkeit keinesfalls beeinträchtigt. Für seine handliche Länge mit 4,40 Meter ist er etwas breit geraten, nämlich fast zwei Meter. Das wiederum hat zur Folge, dass der Kofferraum sehr geräumig ist und man im Fond eine Beinfreiheit hat, von der man in anderen Autos nur träumen kann.

Innenraum: Die Sitze in sogenanntem Windsor-Leder mit den roten Kontrastnähten in der First Edition sind ansehnlich und unglaublich bequem. Die Wirbelsäule nimmt selbst lange Fahrten ohne Proteste hin. Auch beim Infotainment- und Navisystem werden Bequemlichkeit und gute Bedienbarkeit großgeschrieben. Auf dem übersichtlichen Touchscreen kann man wischen und fingerzoomen wie beim Smartphone. Kleines Manko: Für den Beifahrer gibt es über der Tür keine Möglichkeit zum Festhalten.

Die fesche Raubkatze aus Graz

Fahrwerk: Der E-Pace zeigt – Jaguar-typisch – ein stramm abgestimmtes Fahrwerk. Diese sportlich anmutende Federung könnte zart besaitete Gemüter leicht verschrecken.

Der SUV, der bei Magna in Graz gefertigt wird, bringt wie der Konzernbruder Range Rover Evoque mehr als 1,8 Tonnen auf die Waage. Ein stolzer Wert, mit dem die Raubkatze auf kurvenreichen Strecken gefordert, aber nicht überfordert ist. Selbst Ausflüge ins leichte bis mittlere Gelände bewältigt der E-Pace souverän. Freilich: Kaum ein Lenker wird mit dem edlen Briten jemals in Gatsch, Schotter und Sand abbiegen. Der Motor jedenfalls liefert reichlich Schub, das Fahrwerk ist sportlich abgestimmt.

Die fesche Raubkatze aus Graz

Motor: Den E-Pace gibt’s nur mit Vierzylinder-Motoren – und nicht etwa mit Elektroantrieb, wie dies vielleicht die Modellbezeichnung "E-Pace" suggerieren mag. Unser Testwagen verfügte über 249 PS und beschleunigte in sieben Sekunden von 0 auf 100 km/h. Wow!

Fazit: Beeindruckender Auftritt durch Formschönheit und Sportlichkeit, sowohl auf Asphalt wie auch im Gelände.

 

Jaguar E-Pace P250 AWD First Edition

Preis: ab 42.350 Euro
Preis Testauto 72.300 Euro

Motor: Benziner-Vierzylinder
Hubraum 1998 ccm
Leistung 183 kW (249 PS) bei 5500 U/min.
max. Drehmoment 365 Nm bei 1200 U/min.

Verbrauch (NEFZ)
Stadt/Land/Mix 9,3/6,6/7,7
OÖN-Test 8,2
Tank/Kraftstoffart 69 l/Benzin

Umwelt: Euro-6
CO2-Ausstoß 174 g/km

Antrieb: Allrad

Getriebe: 9-Gang-Automatik

Fahrleistungen:
0 auf 100 km/h in 7 sec
Spitze 230 km/h

Abmessungen & Gewichte:
L/B/H 4411/1900/1649 mm
Radstand 2681 mm
Leergewicht 1832 kg
Zuladung 568 kg
Kofferraum 425–1234 Liter
Anhängelast gebr. 1800 kg
ungebremst 750 kg

Garantie: 3 Jahre

Plus: Formschöner SUV, großer Kofferraum, viel Platz im Fonds, Top-Fahrwerk

Minus: Die Raubkatze leistet viel, hat aber auch viel Durst

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Artikel Barbara Rohrhofer 01. August 2018 - 00:04 Uhr
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