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Einer aus der Reihe "Die jungen Wilden"

Der VW T-Roc legte einen rekordverdächtigen Marktstart hin, was aber kaum verwundert

Drinnen ist der kompakte T-Roc ein Raumwunder – für Passagiere. Im Heck bleibt noch Platz für einen üppigen Wochenendeinkauf (445–1290 Liter). Bild: VW

T-Roc (VW), Kodiaq und Karoq (Skoda), Ateca und Arona (Seat) – die SUV-Welle rollt im Wolfsburger Konzern. Und wie! Die jungen Wilden sind vom Start weg allesamt Topseller. Vorneweg düst der T-Roc, der katapultartig von 0 auf Rang 6 in der aktuellen Zulassungsstatistik (Jänner bis Mai 2018) emporstieg – mit 3238 Einheiten. Ein klassischer Raketenstart.

Gemeinhin auch als "hochgestellter Golf" tituliert, lässt sich diese Aussage nicht immer entkräften. 4,23 Meter lang (Golf: 4,26) und 2,59 Meter Radstand (Golf: 2,62) – einzig bei der Höhe wird der Unterschied deutlich: Der T-Roc ragt acht Zentimeter weiter nach oben (1,57 Meter). Im OÖN-Test fuhren wir den T-Roc Sport TDI 4Motion DSG.

 

Design: Klar, jeder Konzern-Bruder zeigt die Design-Sprache seiner Marke. Egal, ob Seat, Skoda oder VW. Aber sind die Unterschiede gerade in der jüngsten Generation tatsächlich so deutlich? Rund um die Front: ja. Aber sonst? Da besteht bei raschem Hinsehen Verwechslungsgefahr, keine Frage. Die Konturen, die Knicke im Blech – schaut überall dynamisch aus. Aber auch irgendwie ähnlich. Macht nichts, ein VW-Käufer wird weiterhin VW fahren. Und beispielsweise einen T-Roc kaufen.

 

Innenraum: Hat hier etwa VW bei Skoda abgeschaut? Die Tschechen bieten traditionell unheimlich viel Platz. Das tut plötzlich der T-Roc auch. "Das ist spitze", hätte einst Hans Rosenthal gerufen. Und wäre in die Höhe gehüpft. Die Ambientenbeleuchtung wechselt auf Wunsch die Lichtfarbe, die Sitze sind bequem und kümmern sich um ausreichend Seitenhalt. Das Infosystem hat viel Konnektivität an Bord, nur die Suche nach den POIs (Points of Interest) bleibt des Öfteren ohne Erfolg. Schade.

Technisch top, konzentrierte sich VW – um es nett zu formulieren – bei der Einrichtung um leicht zu reinigende Materialien. Kurzum: Plastik, wohin das Auge reicht. Aber: Nichts scheppert, nichts klappert. Und auch der Motorraum ist erstklassig gedämmt.

 

Fahrwerk: Der T-Roc macht die gekonnte Grätsche zwischen Komfort und Sport, zwischen ein wenig schweben und härterer Federung für flotte Fahrten. Das klappt gut, die Pneus quietschen auch in extremen Situationen nicht. Das beruhigt.

 

Motor: Der 150-PS-TDI ist über jeden Zweifel erhaben und bewegt die 1,5 Tonnen auch dank des exzellenten 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebes mühelos. Die 6,1 Liter Dieselverbrauch auf 100 Kilometer im OÖN-Test sind akzeptabel.

 

Fazit: Golf hin, T-Roc her: Der Mega-Erfolg verwundert nicht. Ein SUV in VW-Qualität – das zieht. Auch wenn der Preis des OÖN-Testwagens mit 40.000 Euro doch recht g’schmackig war.

 

VW T-Roc Sport 2.0 TDI 4Motion DSG SCR

Preis: ab 37.370 Euro

OÖN-Testwagen 40.887 Euro

Motor: 4-Zylinder-Turbodiesel mit SCR-Abgasreinigung

Hubraum: 1968 ccm

Leistung: 115 kW (150 PS) bei 3500 bis 4000 U/min

max. Drehmoment: 340 Nm bei 1750 bis 3000 U/min

Verbrauch (NEFZ)

Stadt/Land/Mix 5,7/4,8/5,1
OÖN-Test 6,1
Tank/Kraftstoffart 55 l / Diesel
Umwelt: Euro-6b
CO2-Ausstoß 135 g/km

Antrieb: Allrad

Getriebe: 7-Gang-Doppelkupplung (DSG)

Fahrleistungen:

0 auf 100 km/h: 8,4 sec
Spitze: 200 km/h

Abmessungen & Gewichte:

Länge/Breite/Höhe 4234/1819/1573 mm
Radstand: 2590 mm
Leergewicht: (EU) 1530 kg
Zuladung: 432 - 585 kg
Kofferraum: 445 - 1290 Liter
Anhängelast ungebr.: 750 kg
gebremst (8%): 1900 kg

Garantie: zwei Jahre

Plus: extrem viel Raum innen, aufgeräumtes Armaturenbrett, Top-Technik

Minus: findet im Navi viele POIs nicht, viel Plastik im Inneren

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Artikel Carsten Hebestreit 20. Juni 2018 - 16:15 Uhr
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