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Affäre um Semmelweis-Areal in der Wiener Stadtpolitik

WIEN. Opposition kritisiert Immo-Geschäfte zwischen Stadt und Privaten.

Affäre um Semmelweis-Areal in der Wiener Stadtpolitik

Ein Pavillon auf dem Semmelweis-Areal in Wien-Währing, auf dem die Frauenklinik steht. Bild: APA

Die Wiener Stadtpolitik wird von einer Affäre um das Semmelweis-Areal im 18. Gemeindebezirk erschüttert. Es geht um Vorwürfe rund um Immobiliengeschäfte. 2012 war ein Teil jenes Areals, auf dem sich die Frauenklinik Semmelweis befindet, mit einigen Gebäuden an eine Investorengruppe rund um den Immobilienentwickler Peter Nikolaus Lengersdorff und den neuseeländischen Milliardär Richard Chandler verkauft worden, um dort das internationale private Musikgymnasium Amadeus Vienna zu errichten. Der Verkauf durch die Stadt sei ohne Ausschreibung, ohne Bürgerbeteiligung und unter Wert erfolgt, kritisiert die Opposition die Stadtregierung. Ein weiterer Teil wurde an das Unternehmen at home Immobilien GmbH verkauft.

Bei einer Sondersitzung des Gemeinderats verlangten FP, VP und Neos Aufklärung, SP und Grüne verteidigten die Geschäfte. Die von Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) verhängte Bausperre wurde positiv aufgenommen, die Opposition kritisierte aber, sie erfolge zu spät. FP-Mandatar Udo Guggenbichler forderte die Offenlegung aller Unterlagen: "Wir wollen wissen, wer hier kassiert hat."

SP-Abgeordneter Georg Niedermühlbichler warf der Opposition vor, einen Skandal mit der Stadt Wien herbeireden zu wollen. Vielmehr gebe es beim Semmelweis-Areal einen Streit unter Privaten. "Die Schule funktioniert, ist anerkannt und soll aus Sicht der Stadt dort weiter bleiben", betonte der Grün-Gemeinderat Christoph Chorherr.

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Artikel 07. Juli 2018 - 00:04 Uhr
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