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Willkommen auf dem Arbeitsplatz 4.0

LINZ. Die Marketing-Agentur Lunik2 hat sich in der Tabakfabrik eine Kreativ-Oase geschaffen.

Willkommen auf dem Arbeitsplatz 4.0

Hier lässt es sich arbeiten: Lunik2-Geschäftsführer Gerhard Kürner fühlt sich in dem offenen Bürokonzept wohl. Bild: Weihbold

Sechs Jahre dauerte es, von 1929 bis 1935, die Tabakfabrik Linz entstehen zu lassen. Die damaligen Architekten Peter Behrens und Alexander Popp hätten sich wohl nicht träumen lassen, was aus ihrer "Tschikbude" mittlerweile wurde: Ein Zentrum der Kreativwirtschaft und der Digitalisierung.

Weite Teile der Gebäude und Räumlichkeiten wurden, seit der Schließung im September 2009, instandgesetzt und sind auch wieder in Verwendung:

So hat sich im dritten Stock des Bau 1 die Marketing-Agentur Lunik2 ein neues Kreativzentrum geschaffen und sich hier auf exakt 1340 Quadratmeter mit rund 70 Mitarbeitern ausgebreitet.

Geschäftsführer Gerhard Kürner nimmt uns im farblich pink-schwarz dominierten Eingangsbereich in Empfang und ist sichtlich stolz, da wir aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.

Eine andere Arbeitswelt

Der außergewöhnliche Empfangsbereich der Agentur öffnet gleichzeitig die Türe in eine andere Arbeitswelt, wie es scheint. So trifft man auf alte Sessel, bunte Couchen, farbenfrohe Spinde, herumstehende Plastik-Schweinderl und Zwerge. Diese raffiniert drapierten Accessoires lassen den großzügigen Bereich gemütlich wirken, die angrenzende Cafeteria mit erdigen Mühlviertler Holzelementen lädt zum Verweilen ein.

Die spannende Mischung aus einem denkmalgeschützten Gebäude und der "neuen Zeit" ist hier super gelungen: "Als wir die Fläche im verlassenen Zustand begutachtet haben, fragten wir uns, wie wir trotz der vielen Säulen ein Büro reinbauen können. So entschieden wir uns für eine sehr offene Gestaltung und haben verschiedene Zonen entstehen lassen", sagt Kürner, der seinem Geschäftspartner Harry Kriegner bei der Innenarchitektur freie Hand ließ.

Neben dem Großraumbüro, wo die einzelnen Abteilungen durch Europaletten, Pflanzen oder ausgefallene Requisiten geteilt werden, gibt es den gemütlichen Lounge-Bereich, den praktischen Indoor-Raucher-Container "So erspart man sich die Ausstempel-Thematik" und die großzügige Küche mit einladendem Essbereich.

Einzig abgetrennt und mit Türen zu schließen sind der Vortragsbereich und die Besprechungszimmer, die natürlich auch etwas von der Norm abweichen.

So gibt es das "Frauenzimmer", ausgestattet mit Blümchentapete und (Plastik)Blumen und das "Herrenzimmer", das mit klassischem Ledersessel und Globus wunderschön das Klischee bedient – fehlt nur noch die Zigarre im Aschenbecher.

Rückzugsorte zum Arbeiten

Was den Arbeitsplatz 4.0 ausmacht sind einerseits die geschaffenen Rückzugsorte und Wohlfühl-Oasen und andererseits die Tatsache, dass die Arbeit nicht gezwungenermaßen auf dem Schreibtisch stattfinden muss: "Die Mitarbeiter können mit ihren Laptops genauso gut im Lounge-Bereich bequem vom Sofa aus arbeiten. Ich gebe zu, dass es eine gewisse Überwindung kostet, schön langsam wird das Angebot aber gut angenommen", sagt Gerhard Kürner, der diese neue Arbeitsphilosophie bereits voll lebt: "Ich sitze kaum noch am Schreibtisch, sondern nutze das Angebot voll aus. Ich empfinde den Zonenwechsel bei uns wie einen ,Mini-Tapetenwechsel‘, der mich schnell auf andere Gedanken oder neue Ideen bringt."

Die Agentur Lunik2 ist in der Tabakfabrik erfolgreich gelandet: "Mir taugt das Gesamt-Ambiente des Gebäudes, weil es nach so langer Zeit immer noch eine immense Ausstrahlung hat", so Gerhard Kürner.

 

Zum Unternehmen

Gerhard Kürner, Harry Kriegner und Ulli Kneidinger sind die drei Partner der Fullservice-Agentur Lunik2.
Sie ist Oktober 2016 in der Tabakfabrik eingezogen und war der erste Großmieter im Bau 1, dem langgezogenen Gebäude entlang der Ludlgasse. Rund 70 Mitarbeiter arbeiten auf knapp 1300 Quadratmetern.

Nachgefragt

Immer am Schreibtisch: Ich arbeite kaum am Schreibtisch. Alexa, Block und Lesebrille liegen aber immer bereit.

Meine geheime Lade: Ist gar nicht so geheim. Adapter, Akku und was ich sonst noch brauche, damit mir ja nie der Strom ausgeht.

Büro-Treffpunkt: die Cafeteria im Eingangsbereich

 

 

 

 

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Artikel Daniela Ullrich 09. Dezember 2017 - 00:04 Uhr
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