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Sale-and-Lease-back: Wie man aus stillen Reserven Geld machen kann

WIEN. Gerade bei Immobilien kann man mit Leasing die Eigenkapitalquote verbessern.

Sale-and-Lease-back: Wie man aus stillen Reserven Geld machen kann

Es gibt viel zu beachten, bevor man seine Unterschrift unter einen Leasingvertrag setzt. Bild: Wodicka

Das Dilemma ist bekannt: In der Produktionshalle stehen wertvolle Maschinen, aber die Liquidität ist zu knapp, um sie voll auszulasten. Auch in der Halle selbst ist viel Kapital gebunden. Mit Sale-and-Lease-back könne man dieses Kapital zu Geld machen, heißt es in einer Aussendung des Wiener Mittelstands-Finanzierers Pallas Capital.

Gerade in Immobilien ist viel Kapital gebunden. Dennoch kommt bei einem Liquiditätsengpass ein Verkauf nicht in Frage, denn diese Vermögensgegenstände sind betriebsnotwendig. Beim Sale-and-Lease-back wird das Wirtschaftsgut an eine Leasinggesellschaft verkauft und anschließend zurückgeleast. Nach dem Verkauf an die Leasinggesellschaft verschwindet der Vermögensgegenstand aus der Bilanz. Wird die Liquidität verwendet, um Kredite zu tilgen oder Rechnungen zu begleichen, verkürzt sich die Bilanz und der Eigenkapitalanteil steigt. Auch die Realisierung stiller Reserven erhöht die Eigenkapitalquote. Und das wiederum erhöht die Bonität bei Kreditgebern.

Hinzu kommen steuerliche Vorteile, denn Leasingraten können im Gegensatz zu Kredittilgungen komplett als betrieblicher Aufwand abgesetzt werden. Das heißt, mit Sale-and-Lease-back können Unternehmen ihre Steuerbelastung reduzieren und damit die Profitabilität verbessern. Das Sale-and-Lease-back hat auch Nachteile. Das Unternehmen erhält zwar am Anfang Liquidität aus dem Verkauf, durch die Leasingraten erhöhen sich aber die Betriebsausgaben. Um Engpässe zu vermeiden, sollte der Betrieb also das Geld aus dem Vertrag nutzen, um das Unternehmen profitabler zu machen, sei es durch Investitionen oder eine Umstrukturierung.

Kaufoption zum Restbuchwert

Der Leasingnehmer profitiert auch nicht mehr von Wertsteigerungen. Das gilt vor allem bei Immobilien. Der Leasingnehmer kann nach Ablauf des Vertrages das Objekt zurückkaufen, dann allerdings zum Marktwert. Die Experten von Pallas Capital raten daher zu einer Kaufoption zum steuerlichen Restbuchwert. Stille Reserven können außerdem nur einmal realisiert werden. Da die Vermögensgegenstände dem Leasinggeber gehören, stehen sie bei einer finanziellen Schieflage nicht mehr als Sicherheit zur Verfügung. Das ist ein Grund mehr, die durch Sale-and-Lease-back freigesetzte Liquidität wohlüberlegt einzusetzen. Die Gestaltungsspielräume beim Sale-and-Lease-back sind groß. Es gibt viele rechtliche und steuerliche Regeln zu beachten, um Vorteile voll auszuschöpfen und die Nachteile zu minimieren. Pallas Capital rät daher, einen externen Berater hinzuzuziehen, bevor man sich auf diese Art der Finanzierung einlässt und einen Vertrag unterzeichnet.

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Artikel 02. Dezember 2017 - 00:04 Uhr
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