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WIR SIND ZEITUNG
Texte 2019
Wir sind Zeitung 2019

Wir sind Zeitung, Teil 4

Die digitale Schule und wir

Folgender Beitrag wurde eingereicht von:

Name: Straßl Niklas
Alter: 15
Schule: Linzer Technikum HTL Paul Hahn Straße
Klasse: 2AHIT / Gruppe 2

Am Facebook Account der Jungen ÖVP Oberösterreich wurde am 8. Juli 2015 das Bild einer Rechnung eines griechischen Restaurants gepostet. In der Bildunterschrift schreiben sie, dass einige Mitglieder der JVP OÖ "ausgezeichnet griechisch essen" waren. Des Weiteren heißt es, dass es in ihrer Partei üblich sei, dass man offene Rechnungen sofort begleiche.

Dieser Beitrag sorgte für großes Aufsehen gefolgt von einem Shitstorm gegen die Junge ÖVP OÖ. Dieser wurde wegen des letzten Satzes der Bildunterschrift ausgelöst, da die JVP OÖ sich klar auf die Schulden Griechenlands bezieht und diese sarkastisch kommentiert.

Die User kürten den Post als den "niveaulosesten Facebook-Eintrag dieser Woche". Mit Kommentaren wie: "Letztklassiges Posting. Protipp an Euer Social Media Team: Überheblichkeit und mangelndes Feingefühl lieber nur auf den privaten Profilen ausleben. Es wäre wegen der Wahl.", oder "Wenn Schnöselkinder witzig sein wollen, sind sie gehässig und niederträchtig.", drückten die User ihren Ärger aus.

Um ihr Image wieder herzustellen, schrieb die JVP in einem neuen Post, dass ihr Beitrag in keinster Weise "gegen die griechische Bevölkerung gerichtet" gewesen sei, sondern sie nur "pointiert" auf die Missstände in der griechischen Regierung aufmerksam machen wollten, welche der Bevölkerung großes "Leid bescherte". "Nicht mehr und nicht weniger".

Shitstorms verfolgen aber nicht nur politische Institutionen, sondern auch Einzelpersonen, insbesondere Jugendliche, die einen großen Teil ihrer Zeit im Netz oder auf sozialen Netzwerken verbringen. Das sogenannte "Cybermobbing" ist ein großes Problem der heutigen Gesellschaft, am stärksten sind Mädchen davon betroffen, da das Aussehen einer der häufigsten Auslöser ist. Ein fünftel aller Jugendlicher gibt an, schon einmal einen Fall von Cybermobbing über Handy oder Internet erfahren zu haben. Auch gemeinnützige Einrichtungen wie in Österreich "147 – Rat auf Draht" oder ähnliche Sorgentelefone verzeichnen einen starken Anstieg in den Anrufzahlen, das Hauptthema der Anrufe, fast 80%, ist Mobbing, insbesondere im Netz. Äußerlichkeiten wie Frisuren, Körperfülle, Kleidungsstil, oder wenn man nicht mit dem Mainstream mitgeht, sind ein gefundenes Fressen für Mobber. Dies betrifft aber nicht nur Jugendliche, wie man am Beispiel JVP OÖ oder in letzter Zeit an Conchita Wurst gesehen hat.

Der Shitstorm an Conchita Wurst ereignete sich kurz nach dem Opernball, der am 28. Februar dieses Jahres stattfand, an dem Wurst nach Einladung des ÖVP Justizministers Josef Moser mit Glatze und Kleid erschien. Dieser kontroverse Auftritt sorgte für großen Aufruhr im Netz. Vor allem stark rechte User ließen ihre Wut unter einem Posting der "FPÖ Donaustadt" aus, dass Conchita Wurst und Angehörige der Partei zeigt. Kommentare wie "Unmöglich, diese Schwuchtel passt gut zum Opernball? Was hätte wohl Herr H. mit so was gemacht?", oder Beleidigungen, wie "solche abartigen Geschöpfe", welche es in "der guten alten Zeit" nicht gegeben hat, musste Wurst über sich ergehen lassen.

Gefahren im Netz

Name: Straßl Niklas
Alter: 15
Schule: Linzer Technikum HTL Paul Hahn Straße
Klasse: 2AHIT / Gruppe 2

Am Facebook Account der Jungen ÖVP Oberösterreich wurde am 8. Juli 2015 das Bild einer Rechnung eines griechischen Restaurants gepostet. In der Bildunterschrift schreiben sie, dass einige Mitglieder der JVP OÖ "ausgezeichnet griechisch essen" waren. Des Weiteren heißt es, dass es in ihrer Partei üblich sei, dass man offene Rechnungen sofort begleiche.

Dieser Beitrag sorgte für großes Aufsehen gefolgt von einem Shitstorm gegen die Junge ÖVP OÖ. Dieser wurde wegen des letzten Satzes der Bildunterschrift ausgelöst, da die JVP OÖ sich klar auf die Schulden Griechenlands bezieht und diese sarkastisch kommentiert.

Die User kürten den Post als den "niveaulosesten Facebook-Eintrag dieser Woche". Mit Kommentaren wie: "Letztklassiges Posting. Protipp an Euer Social Media Team: Überheblichkeit und mangelndes Feingefühl lieber nur auf den privaten Profilen ausleben. Es wäre wegen der Wahl.", oder "Wenn Schnöselkinder witzig sein wollen, sind sie gehässig und niederträchtig.", drückten die User ihren Ärger aus.

Um ihr Image wieder herzustellen, schrieb die JVP in einem neuen Post, dass ihr Beitrag in keinster Weise "gegen die griechische Bevölkerung gerichtet" gewesen sei, sondern sie nur "pointiert" auf die Missstände in der griechischen Regierung aufmerksam machen wollten, welche der Bevölkerung großes "Leid bescherte". "Nicht mehr und nicht weniger".

Shitstorms verfolgen aber nicht nur politische Institutionen, sondern auch Einzelpersonen, insbesondere Jugendliche, die einen großen Teil ihrer Zeit im Netz oder auf sozialen Netzwerken verbringen. Das sogenannte "Cybermobbing" ist ein großes Problem der heutigen Gesellschaft, am stärksten sind Mädchen davon betroffen, da das Aussehen einer der häufigsten Auslöser ist. Ein fünftel aller Jugendlicher gibt an, schon einmal einen Fall von Cybermobbing über Handy oder Internet erfahren zu haben. Auch gemeinnützige Einrichtungen wie in Österreich "147 – Rat auf Draht" oder ähnliche Sorgentelefone verzeichnen einen starken Anstieg in den Anrufzahlen, das Hauptthema der Anrufe, fast 80%, ist Mobbing, insbesondere im Netz. Äußerlichkeiten wie Frisuren, Körperfülle, Kleidungsstil, oder wenn man nicht mit dem Mainstream mitgeht, sind ein gefundenes Fressen für Mobber. Dies betrifft aber nicht nur Jugendliche, wie man am Beispiel JVP OÖ oder in letzter Zeit an Conchita Wurst gesehen hat.

Der Shitstorm an Conchita Wurst ereignete sich kurz nach dem Opernball, der am 28. Februar dieses Jahres stattfand, an dem Wurst nach Einladung des ÖVP Justizministers Josef Moser mit Glatze und Kleid erschien. Dieser kontroverse Auftritt sorgte für großen Aufruhr im Netz. Vor allem stark rechte User ließen ihre Wut unter einem Posting der "FPÖ Donaustadt" aus, dass Conchita Wurst und Angehörige der Partei zeigt. Kommentare wie "Unmöglich, diese Schwuchtel passt gut zum Opernball? Was hätte wohl Herr H. mit so was gemacht?", oder Beleidigungen, wie "solche abartigen Geschöpfe", welche es in "der guten alten Zeit" nicht gegeben hat, musste Wurst über sich ergehen lassen.

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