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Christkindl

Schicksalsschläge: Das harte Jahr der Familie Wegmair

Von Karoline Ploberger  29. November 2021 00:04 Uhr

Schicksalsschläge: Das harte Jahr der Familie Wegmair
Ernst Wegmair und Sohn Marcel

ENNS. Mutter Doris erblindete auf einem Auge, Tochter Jacqueline leidet an ADHS, Sohn Marcel musste operiert werden.

Wie das Schicksal im Alltag plötzlich zuschlagen und das Familienleben durcheinanderbringen kann, das weiß Familie Wegmair aus Enns aus leidvoller Erfahrung nur allzu gut. Es war beim Einkaufen im Supermarkt – eine Tätigkeit, die zum Alltag von Doris Wegmair gehörte –, als plötzlich ein greller Blitz durch ihr rechtes Auge zuckte. Ein kurzer Augenblick, der jedoch schwere Folgen nach sich ziehen sollte.

Denn wenige Sekunden später herrschte Finsternis. Ein Überdruck im Auge, der jeden treffen kann, raubte Frau Wegmair das Augenlicht. "Der Augenarzt verabreichte meiner Frau Spritzen, doch nichts hat geholfen. Auch das linke Auge ist mittlerweile stark angegriffen", erzählt ihr Mann, Ernst Wegmair. Früher war seine Frau, gerade erst 47 Jahre alt, besonders kreativ und stellte sogar ihren eigenen Schmuck her.

Seit ihrer Erblindung ist das nicht mehr möglich. Aufgrund des erhöhten Augendrucks leidet Frau Wegmair oft an unerträglichen Kopfschmerzen. Auch in der Wohnung sei sie teilweise unsicher, weil sie mit ihrem linken Auge nur noch vage Distanzen abschätzen könne, sagt ihr Mann. "Früher hat meine Frau viele Arbeiten erledigt. Nun wurde ihr das wichtigste Sinnesorgan geraubt. Dieser Vorfall hat mir gezeigt, dass sich das Leben von dem einen auf den anderen Tag komplett verändern kann", sagt Ernst Wegmair, seither Alleinverdiener der vierköpfigen Familie.

Doch in Zeiten der Pandemie gestaltet sich eine feste Arbeitsstelle für den Taxilenker für Behindertentransporte schwierig. "Im ersten Lockdown waren die Werkstätten für Beeinträchtigte geschlossen, daher habe ich meinen Job verloren." Aktuell ist der 47-Jährige wieder im Einsatz, seit sich nun aber das Land neuerlich im Lockdown befindet, fürchtet er erneut um seinen Arbeitsplatz und die Existenz seiner Familie.

Gesundheit ist am wichtigsten

Nebenbei kümmert sich der Familienvater um seine Stieftochter Jacqueline. Die 18-Jährige ist seit ihrer Kindheit hörbeeinträchtigt und liegt in ihrer geistigen Entwicklung etwa drei Jahre zurück. "Jacqueline ist von ihrem Verhalten her wie ein Kind. Als sie noch ein Kleinkind war, ist uns das gar nicht aufgefallen – erst bei einer Untersuchung, bei der zusätzlich ADHS diagnostiziert wurde", sagt Ernst Wegmair.

Eine große Stütze ist Sohn Marcel (14), der nun nach drei Terminänderungen seine zweite Operation am Ellbogen hinter sich gebracht hat. Vor sechs Jahren ist Marcel beim Spielen mit voller Wucht auf ein Eisenrohr gefallen, das seinen linken Ellbogen zersplittert hat. Nach mehrmaligen Behandlungen hat ihn nun ein Spezialist aus Innsbruck behandelt.

Das OÖN-Christkindl hilft

Als Ernst Wegmair von der Spende des OÖN-Christkindls erfahren hat, ist ihm ein Stein vom Herzen gefallen. "Ich habe sofort die Rechnungen für Miete und Strom beglichen. Wenn ich mir etwas zu Weihnachten wünschen darf, dann nur Gesundheit für meine Familie. Das ist das Allerwichtigste."

So können Sie helfen

Mit Ihren Spenden an das OÖNachrichten-Christkindl können auch Sie Menschen in Oberösterreich, die durch plötzliche Schicksalsschläge unverschuldet in Not gekommen sind, unterstützen und somit ein kleines Weihnachtswunder wahr werden lassen.
IBAN: AT94 2032 0000 0011 1790.

Firmen und Vereine, die sich an der OÖN-Weihnachtsaktion beteiligen möchten, können sich direkt an v.gabriel@nachrichten.at wenden. Fotos von Spenden ab 2000 Euro werden in der landesweiten Ausgabe veröffentlicht.

Artikel von

Karoline Ploberger

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