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"Die letzten Jahre hatten wir keinen Christbaum, heuer schon"

Von OÖN   24.Dezember 2020

"Die letzten Jahre hatten wir keinen Christbaum, heuer schon"
Harald, Ramona und Philipp Müller

"Diese Geschichte macht mich sprachlos. Da hat man selber keine Sorgen, wenn man vom Schicksal dieser Familie liest", schrieb OÖN-Leserin Susanne. Das Echo auf den Christkindl-Bericht "Wir mussten Lukas zu seiner Schwester ins Grab legen" war enorm. Viele Menschen weit über die Grenzen Oberösterreichs hinaus fühlten mit der Ebenseer Familie Müller und ihren zahlreichen Schicksalsschlägen mit.

"Fast jeden Tag sind Weihnachtskarten und -briefe im Postkasten mit viel Zuspruch", sagt Harald Müller dankbar. Aus einem Nachbarort half ein Familienvater, der "selbst nicht zu viel übrig" hat, mit einer kleinen Spende ans Christkindl ebenso wie ein junger Lehrling. Zwei Gmundner Wirte luden die kleine Familie spontan zum Essen ein und ein Mühlviertler und Salzburger Hotel zu einem Kurzurlaub für die Zeit nach dem Lockdown. Für die Schule bekam Sohn Philipp (12) von einer Firma einen Laptop. Und eine Bekannte vermittelte ein kleines Mietshaus, das die Familie nach Weihnachten besichtigen wird, um ihre bescheidene Wohnsituation zu verbessern. "Wir sind einfach überwältigt. Jeder einzelne Beitrag ist etwas Besonderes für uns. Wir danken dem OÖN-Christkindl und allen Helfern für ihre Großzügigkeit", sagt Harald.

Mit der Unterstützung konnte der 42-Jährige alle Schulden begleichen, Weihnachtsgeschenke kaufen und etwas zur Seite legen. "Die letzten Jahre hatten wir keinen Christbaum, heuer schon. Es werden sehr schöne Weihnachten", sagt der Ebenseer, der immer noch hofft, dass er nach seinem Burnout auch beruflich wieder eine Chance erhält.

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26. Oktober 2021