Der Star der Fußball-WM heißt weder Messi noch Ronaldo oder Rooney, der Star heißt Paul. Die Krake aus Deutschland, die so wasserdichte Prognosen traf, schaffte es auf Titelseiten und in die Weltnachrichten.
Was für eine Ironie! Paul hat das, was den Millionen Menschen, die ohne Zukunftsperspektive in den südafrikanischen Townships dahinvegetieren, fehlt: eine weltweite Lobby. Spaniens Regierung will sich um die Krake Paul kümmern und Leibwächter schicken; im Internet gibt es Pro-Paul-Plattformen; zahlreiche Staaten bieten sogar politisches Asyl an, sollte Paul in Deutschland ein Kochtopf-Schicksal drohen.
Was soll ich meinen südafrikanischen Wegbegleitern, die mich so hartnäckig an jeder Kreuzung um Almosen angebettelt haben, bei meinem letzten Afrolook zurücksagen? Krake müsste man sein.
Ich schlage vor, du wirst Trainer der österreichischen Fußballnationalmannschaft (oder zumindest Co-Trainer), denn dann können unsere Spieler gar nicht mehr verlieren.