JOHANNESBURG. Argentinien ist dem Anblick eines nackten Diego Maradona einen Schritt näher gekommen. „Wenn wir die WM gewinnen, werde ich nackt um den Obelisken laufen“, hatte der Teamchef vor der WM versprochen. Nach dem 3:1 im Achtelfinale gegen Mexiko fehlen noch drei Siege. Am Samstag wartet in Kapstadt mit Deutschland die bisher härteste Prüfung.
„Wir wissen, dass Deutschland eine andere Mannschaft als Mexiko ist“, sagte Maradona. Zunächst wollte der ansonsten redselige Trainer gar nichts über den kommenden Gegner sagen. „Lasst mich erst mal das Spiel gegen Mexiko genießen.“
Den Genuss trübte die klare Abseitsstellung von Carlos Tévez beim 1:0. Nach dem 2:0 durch Gonzalo Higuaín traf Tévez zum 3:0 regulär und spektakulär. „Ich habe mich so gut wie nie zuvor auf dieses Turnier vorbereitet, und zum Glück zahlt es sich aus. Ich habe bewiesen, dass ich noch nicht tot bin“, sagte Tévez, der sich vor der WM noch selbst Sorgen um seine Form gemacht hatte. Jetzt ist „El Apache“ so heiß, dass er sich über seine Auswechslung ärgerte. Lionel Messi läuft hingegen weiter dem ersten Tor nach. „Hoffentlich, wenn Gott es will, gelingt es gegen Deutschland“, sagte der 23-Jährige, für den Maradona mehr Schutz vor Attacken forderte.
Das bisher letzte WM-Duell zwischen Argentinien und Deutschland gab es im WM-Viertelfinale 2006 in Berlin. Damals unterlagen die Südamerikaner im Elfmeterschießen mit 2:4. Maradona war als Maskottchen dabei.
„Immer dasselbe Elend“Die Mexikaner fühlten sich betrogen und wollten Rosetti beim Abpfiff noch an die Gurgel, Teamchef Javier Aguirre beruhigte: „Auch wir haben dies und das falsch gemacht, ich habe manches falsch gemacht.“ Zum fünften Mal in Folge war im Achtelfinale Endstation. „Immer dasselbe Elend“, stand in der Zeitung „El Universal“.