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ÖSV-Team startete Vorbereitung ohne Motivationsprobleme

HALLEIN / RIF. Österreichs Skisprung-Nationalteam steckt bereits mitten in der Vorbereitung auf den kommenden Olympia-Winter.

Die Skispringer Manuel Poppiger, Michael Hayböck, Markus Schiffner, Manuel Fetter, Stefan Kraft und Gregor Schlierenzauer Bild: (APA/BARBARA GINDL)

In dieser Woche findet ein gemeinsamer Kurs aller Trainingsgruppen im Olympiazentrum Salzburg-Rif statt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Abwechslung im Training. Nach einem ersten Kurs mit Eishockey messen sich die Springer nun im Beach-Volleyball.

Mittlerweile freuen sich die Skisprung-Asse nach dem Grundlagentraining wieder auf die ersten Sprünge. Gregor Schlierenzauer hat diese an seinem Stützpunkt in Stams vor zwei Wochen bereits absolviert. Die Springer vom Salzburger Stützpunkt, unter anderem Doppel-Weltmeister und Gesamtweltcupsieger Stefan Kraft und Michael Hayböck, kehren übernächste Woche in Ramsau auf die Schanze zurück.

Mit den regelmäßigen gemeinsamen Kursen aller Trainingsgruppen möchte ÖSV-Cheftrainer Heinz Kuttin potenzielle Leistungslöcher abfangen. "Das ist eine Entwicklungsstrategie. Wir wollen die nächsten Jahre auf einem Level springen, damit wir versuchen, von vornherein lange Täler auszumerzen. Deswegen machen wir die gemeinsamen Kurse ganz gezielt", erklärte Kuttin. Im Lauf der Vorbereitung absolvieren die ÖSV-Springer vier gemeinsame Kurse, nach der Rückkehr auf den Schnee gibt es am Beginn des Winters zwei weitere gemeinsame Kurse. Beim Beach-Volleyball in Rif bildeten etwa Kraft und Schlierenzauer ein Team und ließen ihren Gegnern kaum eine Chance.

Motivationsprobleme gibt es auch relativ kurz nach dem langen Winter keine. "Ich habe da überhaupt keine Probleme. Mir wird zuhause gleich einmal fad. Derzeit haben wir die Wochenenden frei, das ist wie für normale Arbeiter. Es macht großen Spaß, da gehe ich zehntausend Mal lieber trainieren als irgendwo arbeiten", sagte Kraft. "Wir haben hier in Rif eine coole Truppe. Wir trainieren tagtäglich miteinander und machen dabei Sachen, die man sonst selten macht, wie Fußball oder Volleyball spielen", ergänzte Hayböck.

Schlierenzauer war von der Rückkehr auf die Schanze begeistert. "Es war super. Ich bin sehr motiviert und es macht mir Riesenspaß", sagte der Tiroler. Seine Ziele für den kommenden Winter sind klar. Schlierenzauer möchte wieder zum Siegspringer werden, dazu warten die Olympischen Spiele in Pyeongchang. So schnell wie möglich möchte der 27-Jährige wieder auf das Siegespodest zurückkehren. "Aber das kann man nie planen. Das Ziel ist, wieder in Siegform zu kommen. Wenn es dann passieren wird, weiß keiner", meinte Schlierenzauer.

Ebenfalls bereits auf die Schanze zurückgekehrt ist Manuel Poppinger. Für ihn waren die ersten beiden Sprünge der Vorbereitung am Montag in Ramsau das Comeback nach einem Kreuzbandriss. "Es ist super gegangen. Ich bin von Anfang an überraschend gut gesprungen", sagte der Tiroler. Thomas Diethart, Ex-Sieger der Vierschanzentournee, befindet sich für die Vorbereitung in keinem ÖSV-Kader mehr. Er macht an seinem Stützpunkt in Innsbruck aber die Vorbereitung für den kommenden Winter mit.

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Artikel nachrichten.at/apa 24. Mai 2017 - 18:32 Uhr
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