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Ski alpin: Vonn gewann Zauchensee-Sprintabfahrt

ZAUCHENSEE. Lindsey Vonn hat die Sprintabfahrt der alpinen Ski-Damen in Zauchensee für sich entschieden. Der US-Skistar feierte am Samstag im Ersatzort für St. Anton den insgesamt 72. Weltcup-Erfolg.

Alpiner Skiweltcup in Zauchensee

Lindsey Vonn Bild: Reuters

Den Speed hat sie längst gefunden, einen Hund als Dauer-Begleiter in Europa noch nicht. Lindsey Vonn hat auf ihrer Rekord-Jagd mit dem überlegenen Sieg in der Sprint-Abfahrt von Zauchensee einen weiteren Meilenstein gesetzt. 72 Weltcupsiege hat sie nun bereits auf dem Konto, wie die zuschauende Annemarie Moser-Pröll 36 in der Abfahrt. Und jetzt muss noch ein Hund her.

Und zwar ein kleiner, der gut ins Auto passt. "Oder am besten auch unter den Flugzeug-Sitz", erklärte die 31-jährige Skirennläuferin in Zauchensee. Daheim in den USA hat Vonn bekanntlich bereits zwei Hunde, auch der Neue soll am besten aus einem Tierheim kommen.

Den Namen hat sie bereits: "Scooby", wie der Hund aus der bekannten Trickfilmserie. Angebote hat sie natürlich bereits genug bekommen, darunter auch eines von Ex-Kollegin Nicole Hosp. Der war aber zu groß. Und ihren jüngsten Favoriten aus Russland hat ihr doch noch jemand weg geschnappt.

Mit ihrer öffentlichen Hundesuche lenkt Vonn geschickt von anderen Themen ab. Etwa nach Fragen zu ihrem Ex-Freund Tiger Woods. Gleichzeitig bindet sie tausende, tierliebende Fans an sich.

"Eine große Ehre"

Skifahren war bei der Sieger-Pressekonferenz in Zauchensee aber dann doch auch Thema. "Vor den Augen von Annemarie die 36. Abfahrt zu gewinnen, ist unglaublich. Es ist eine Ehre, mit dieser großen Legende gleichauf zu sein", verneigte sich Vonn. "Als ich ihn vor einem Jahr Cortina mit dem 63. Weltcupsieg ihren Rekord übertroffen habe, war sie ja nicht dabei. Heute hat sie mir sogar die Blumen überreicht."

Zu ihrem Rennen meinte Vonn: "Leicht war es heute nicht. Ich hatte Glück, dass ich nach dem ersten Lauf schon einen so großen Vorsprung hatte, also musste ich am Ende nicht mehr alles riskieren", machte sie klar, dass ihr Vorsprung auf die Konkurrenz auch gut mehr als eine Sekunde betragen hätte können.

Sie sei aber auch nicht auf der Jagd nach einem möglichst großen Vorsprung gewesen. "Es gab viele Stürze heute. Mir ist egal, ob es eine Hundertstel- oder einer ganze Sekunde war. Wichtig ist, dass ich gewonnen habe."

Batterien aufgeladen

Ausschlaggebend für ihre starke Vorstellung sei gewesen, dass sie über Silvester daheim in den USA ihre Batterien aufgeladen hatte. Ihre Hunde, die Freundinnen, die Familie und Skifahren mit Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hätten ihr viel Energie gebracht.

"Nach dem Ausfall in Val d'Isere hatte ich kein gutes Gefühl", erklärte sie, warum sie trotz acht Stunden Zeitunterschied für eine Woche nach Hause geflogen war. "Jetzt fühle ich mich frisch und eine viel bessere Energie. Sowohl körperlich als auch im Kopf. Ich denke, 2016 wird ein gutes Jahr für mich", hofft Vonn.

Sprint-Abfahrten in zwei Durchgängen finde sie prinzipiell interessant und spannend für die Zuschauer. "Es sicher eine Option bei schlechtem Wetter oder wenig Schnee", erklärte Vonn. Eine klassische Abfahrt sei ihr aber immer noch deutlich lieber. "Alleine schon, weil ich da länger schlafen kann. Ein Lauf ist für mich daher genug."

Herren-Abfahrten auf To-Do-Liste

Vor allem ihre schweren Sturzverletzungen der WM 2013 in Schladming und deren Folgen haben bekanntlich verhindert, dass Vonn in den Rekordbüchern nicht schon längst noch weiter vorne liegt. Seitdem geht sie etwas vorsichtiger zu Werk, riskiert nicht mehr bedingungslos alles, speziell nicht bei schlechten Bedingungen.

Reine Herren-Abfahrten wie etwa Kitzbühel zu bestreiten, stehen aber nach wie vor auf Vonns To-do-Liste - aber erst nach ihrer aktiven Karriere. "Ich habe noch eine WM und 2018 Olympische Spiele vor mir. Das darf ich nicht aufs Spiel setzen", erklärte sie.

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Artikel nachrichten.at/apa 09. Januar 2016 - 12:57 Uhr
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