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Schneechaos: Wengen-Training abgesagt - Lawinenabgang in Italien

WENGEN/ROM. Das erste Training der alpinen Ski-Herren für die Kombination am Freitag und Lauberhorn-Abfahrt am Samstag ist aufgrund von starkem Schneefall abgesagt worden.

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Schneechaos in Italien und der Schweiz. Bild: STEFANO RELLANDINI (Reuters)

In der Nacht auf Dienstag sind starke Sturmböen über Wengen hinweggefegt, dazu kamen Schneefall und Regen. Für Mittwoch und Donnerstag sind weitere Trainings angesetzt, zumindest für Mittwoch sind die Aussichten gut.

Die Absage zeichnete sich schon in der Mannschaftsführersitzung am Montagabend ab, als es hieß, dass auch Dienstagvormittag noch Sturmböen mit Spitzen von über 100 km/h erwartet werden und es - wegen der warmen Temperaturen - regnen könnte.

Verantwortlich für den Sturm ist das Wetterphänomen "Guggiföhn". Dieser stürze vom Jungfraujoch herunter, fege in einem schmalen Kanal über das Gebiet Wixi-Lauberhorn hinweg und hebe dann über das Lauterbrunnental ab, heißt es auf der Website der Lauberhornrennen.

FIS-Renndirektor Hannes Trinkl konnte wegen des Windes die Kurssetzung im oberen Teil der Strecke am Montag nicht vornehmen, auch der Zug, mit den man an den Start gelangt, musste eingestellt werden. Die Kurssetzung war für Dienstagfrüh geplant, weshalb man das Training für 13.00 Uhr angesetzt hatte. Die Absage war trotzdem unvermeidbar.

 Massive Schäden nach Föhnsturm

Wie die Organisatoren der Lauberhornrennen Dienstagfrüh mitteilten, richtete der massive Föhnsturm an der Infrastruktur massive Schäden an. Betroffen sind die Pisteninfrastruktur auf mehreren Abschnitten, die Infrastruktur auf der Wengeneralp und im Zielbereich bei Verpflegungszelten, Zuschauertribünen etc.

Zurzeit werden die Schäden begutachtet, danach soll das weitere Vorgehen festgelegt werden. Der Föhnsturm durch das Lauterbrunnental und über die Wengeneralp erreichte in der Nacht auf Dienstag Windspitzen von fast 200 km/h. Für den Nachmittag wurde eine Pressekonferenz angekündigt.

Lawine verschüttete Gebäude in Skiortschaft Sestriere

Die renommierte norditalienische Skiortschaft Sestriere nördlich von Turin hat eine Nacht der Angst erlebt. Eine Lawine verschüttete ein Wohngebäude, in dem sich mehrere Familien befanden. Niemand wurde verletzt. 29 Personen mussten ihre Wohnung verlassen, berichteten italienische Medien.

Die Ortschaften Sestriere, Cervinia, Cogne und Gressoney im Piemont und im Aostatal waren wegen heftigen Schneefällen isoliert. In den Regionen Piemont und Aostatal besteht akute Lawinengefahr. Für Dienstag verhängte das Aostatal für Teile der Region die höchste Gefahrenstufe, wie aus einer Mitteilung hervorging. In den übrigen Teilen der Region gelte Warnstufe vier von fünf, hieß es. Die Situation sei vor allem für Skitourengeher und Skifahrer abseits der Pisten "sehr gefährlich".

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Artikel 09. Januar 2018 - 10:17 Uhr
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