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Österreichs "Rekord-Schneemänner"

ASPEN/VIKERSUND. Marcel Hirscher: Der Weltcup-Gesamtsieger schloss Saison mit viertem Slalom-Rang ab, Stefan Kraft flog in Vikersund 253,5 Meter weit

Die "Rekord-Schneemänner"

Es kann nur einen geben: Der Salzburger ist der Überflieger der Skisprung-Saison. Bild: apa

Diese sechste große Kristallkugel wird einen besonderen Platz in der riesigen Trophäensammlung des Marcel Hirscher bekommen. Immerhin ist sie der Nachweis für Historisches. Noch nie zuvor in der Ski-Geschichte hat jemand den Weltcup so dominiert wie der 28-jährige Salzburger, der es verschmerzen konnte, im letzten Saison-Rennen, dem Slalom in Aspen, nicht auf dem Stockerl gelandet zu sein.

Nach seinem 45. Weltcup-Einzel-Triumph im Riesentorlauf am Samstag wurde Österreichs Alpin-Star Vierter – hinter Tagessieger Andre Myhrer (Swe), Felix Neureuther (D) und Michael Matt. Egal.

In der Endabrechnung hatte Hirscher stolze 1599 Punkte auf dem Konto und 675 Zähler Vorsprung auf seinen ersten Verfolger, den Norweger Kjetil Jansrud. Marcel, der Doppel-Weltmeister von St. Moritz, fuhr in dieser Saison wieder einmal in einer eigenen Liga. Seine Überlegenheit gepaart mit Konstanz – ziemlich bemerkenswert.

"Es wird nie wieder so sein"

"Cool. Es ist schon klass’, wenn man weiß, man kann einfach Gas geben und es ist scheißegal, ob ich jetzt draußen liege oder nicht. Weil es passiert nichts. Niemand konnte mich noch überholen", schilderte Hirscher die Leichtigkeit des Seins. Kein Wunder, hat er doch schon vor zwei Wochen alles klar gemacht – Gesamt-Weltcup, Riesentorlauf- und Slalomwertung.

Deshalb sind jetzt die Emotionen nicht einzigartig, in seiner persönlichen Hitliste bleibt der Gesamt-Triumph 2012 unerreicht. "Es wird nie wieder so sein wie das erste Mal, nie wieder", betonte Hirscher. Nachsatz: "Diesmal hatte ich ja ein bisschen Zeit, den Erfolg zu verarbeiten."

Doch wer auch in Zukunft erfolgreich sein will, darf sich nicht auf die faule Haut legen. Auf Hirscher kommt eine Herausforderung im Riesentorlauf zu – eine Materialrevolution. Ab der kommenden Saison wird wieder mit einem kürzeren Radius gefahren – 30 statt 35 Meter. Der Grund? Körperliche Probleme bei vielen Assen im Knie- und Rückenbereich. Wie sieht Hirscher diesen Wandel? "Ich will nicht raunzen, aber natürlich ist es zäh. Für die Jungen wird es, glaube ich, eine Erlösung."

"Er ist fantastisch"

Doch das, was der Superstar bis dato erreicht hat, kann ihm niemand mehr nehmen. Mit 45Siegen geht Hirscher in die Sommerpause, nur noch ein Quartett steht in der Liste der Weltcup-Gewinner-Hitliste vor ihm: Marc Girardelli (46), Alberto Tomba (50), Hermann Maier (54) und Ingemar Stenmark (86).

Der schwedische Ski-König, der übrigens am Samstag seinen 61. Geburtstag feierte, stimmte Lobeshymnen auf Hirscher an: "Er ist fantastisch. Wären wir zur selben Zeit gefahren, hätte er mich geschlagen. Da bin ich mir sicher", sagte der Dominator der 1970er- und 1980er-Jahre vor ein paar Wochen.

Wie auch immer: Österreich bleibt Ski-Nation Nummer eins. In 74 Bewerben kam die rot-weiß-rote Equipe auf 8966 Punkte. Das starke Geschlecht waren die Männer, die 5048 Zähler beisteuerten. Bei den Frauen landete Italien deutlich vor den von Verletzungssorgen (Brem, Veith, Hütter, Thalmann) gebeutelten Österreicherinnen. (alex)

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Artikel 20. März 2017 - 00:04 Uhr
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