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Marcel Hirscher gerät bei Vincent Kriechmayr ins Schwärmen

AARE. Vincent Kriechmayr hat rechtzeitig vor dem Runterlassen der Rollbalken im alpinen Ski-Weltcup stellvertretend für die Mannschaft noch eine Kampfansage losgelassen. Der Doppelschlag auf der WM-Piste in Aare kam für die Konkurrenz nicht überraschend, sie hatte den Oberösterreicher schon lange auf der Rechnung.

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Vincent Kriechmayr Bild: gepa

Österreichs Speedherren nehmen für nächste Saison Kugeln ins Visier. Einen Ex-aequo-Sieg durch Kriechmayr und Matthias Mayer sowie insgesamt zwei zweite und drei dritte Ränge holten die ÖSV-Abfahrer in diesem Winter. Im Super-G waren es zwei Erfolge durch Kriechmayr, sowie zwei zweite und vier dritte Plätze. Super-G-Kugelgewinner Kjetil Jansrud aus Norwegen weiß, dass Kriechmayr ein Gegner für die Zukunft ist: "Er hat schon gezeigt, wie schnell er sein kann, es war nicht das erste Mal und wird wird nicht das letzte Mal gewesen sein."

Rennsportleiter Andreas Puelacher ließ nicht unerwähnt, dass die Hundertstel in Aare auf ÖSV-Seite waren, die man im Winter gegen sich gehabt hätte. "Wenn faire Bedingungen sind, habe ich immer gesagt, sind wir dabei. Wir wussten, wir sind wirklich schell, wir haben uns aber auch ein bisserl um den Lohn der Arbeit gebracht, weil wir Fehler gemacht haben. Weil wir am Limit gefahren sind. Aber wir müssen gegen diese Konkurrenz am Limit fahren."

Der Herren-Chef lobt Kriechmayr für seinen Einsatz. "Er ist ein genialer Skifahrer und ein harter Arbeiter. Er ist konsequent und sehr selbstkritisch. Er sucht immer bei sich die Fehler, nie woanders." Auch Sportdirektor Hans Pum hat sein eigenes Bild vom 26-Jährigen. "Vincent ist körperlich topfit, hat ein gutes Gefühl und dazu seinen Mut. Es passt alles zusammen. Er hat alle Fähigkeiten, die ein Abfahrer braucht."

Hirscher: „Ein technisch brillanter Skifahrer“

Auch aus den Reihen der Teamkollegen rauschten die Gratulationen ein. "Es war eine Frage der Zeit, jetzt schaut es aus, als explodiert er. Gratulation. Souverän, sauber, ein technisch brillanter Skifahrer", sagte Marcel Hirscher. Olympiasieger Mayer verneigte sich ebenfalls. "Er hat wieder einmal gezeigt, was er drauf hat. Ich hoffe nur, er hat sich nicht zu viel Druck für nächstes Jahr auferlegt", fügte er lachend in Hinblick auf die WM 2019 hinzu.

(Lesen Sie auch: Kriechmayr ist am Bauernhof "nur der Knecht")

Auch für Max Franz war ein Sieg Kriechmayrs in der Abfahrt nur eine Frage der Zeit. "Vinz war schon ein paarmal sehr schnell unterwegs, hat es nie runtergebracht. Überhaupt hatte die ganze Mannschaft hier ein gutes Auftreten. Wir sind schnell, wir müssen so weiterarbeiten wie bisher."

Das wünscht sich auch Pum, der auf die gute körperliche Verfassung der Speedfahrer hinwies: "Dass sie am Ende einer körperlich und psychisch anstrengenden Saison noch so fahren, ist sicher die beste Motivation für das Training im Sommer. Nach Olympia war das hier jetzt nicht der Abschluss der Saison, sondern die Vorbereitung auf die WM. Erfreulich, dass sie so gut gefahren sind, da haben sie was Positives im Kopf."

Für die ganze Mannschaft müsse es ein super Gefühl sein, gezeigt zu haben, was man drauf habe, wenn man von den äußeren Bedingungen her eine Chance habe. In der kommenden Saison will man auch um die Disziplinkugeln wieder mitreden. Im Super-G war Kriechmayr als Zweiter bis auf 80 Punkte an Jansrud dran, in der Abfahrt als Fünfter doch 298 Punkte vom Schweizer Beat Feuz weg.

Österreichische Meisterschaften folgen

Auf dem Programm stehen nun noch die Österreichischen Meisterschaften, danach geht es weit in den April hinein ans Skitesten. "Um konkurrenzfähig zu bleiben", sagte Hannes Reichelt, der mit einem guten Gefühl aus Aare abreiste. "Die Strecke liegt mir. Es macht Spaß, hier runterzufahren, weil es nicht langweilig ist. Die ganze Mannschaft hat einen guten Speed, den gilt es in Hinblick auf die WM zu erhalten."

Mayer bilanzierte seine Saison positiv. "Ich bin Olympiasieger geworden, war ein paarmal im Weltcup auf dem Stockerl. Und der Sieg zum Abschluss, mir taugt es voll!" Er hoffe, dass er nächste Saison seine Ausfälle in den Griff bekomme, denn das brauche es, um um die kleinen Kugeln mitzufahren.

Die ganze Mannschaft könne noch mehr: "Es war eine gute Woche für uns, ein super Abschluss. Es war eine recht gute Saison, aber wir haben noch Luft nach oben und eine Aufgabe für nächstes Jahr. Wir sind eine super Truppe, das kann so weitergehen."

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Artikel OÖN-Sport/APA 16. März 2018 - 13:41 Uhr
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