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Ehemalige Weggefährtin Werdeniggs kritisiert Moser-Pröll

SCHRUNS. Die Vorarlbergerin Ingrid Gutzwiller-Gföllner stärkt ihrer ehemaligen Zimmerkollegin Nicola Werdenigg in der Missbrauchs-Debatte den Rücken.

Der Skisport kommt nicht zur Ruhe. Bild: gepa

Ingrid Gutzwiller-Gföllner war nicht nur zur selben Zeit Skirennläuferin wie Nicola Werdenigg (vormals Spieß), sondern teilte sich bei den Rennen auch zwei Jahre lang das Zimmer mit ihr. „Ich zweifle nicht im Geringsten an dem, was Nicola erzählt hat“, erklärt die 65-Jährige nun gegenüber den „Vorarlberger Nachrichten“.

Konkret über sexuellen Missbrauch und die besagte Vergewaltigung habe Werdenigg ihr nie berichtet. „Aber das war zur damaligen Zeit auch völlig undenkbar“, sagt die Gutzwiller-Gföllner. Auch in Telefonaten, welche die beiden nach Werdeniggs Outing geführt hatten, wäre das nicht Thema gewesen. „Ich sagte ihr nur: Hut ab und Respekt, dass du dich mit diesen Dingen an die Öffentlichkeit traust.“

„Man sollte einige unter Eid aussagen lassen“

Dass andere die damals herrschenden „rauen“ Sitten nicht bemerkt haben wollen, versteht sie nicht. „Man sollte einige, die das herunterspielen, unter Eid aussagen lassen, ob sie wirklich nie etwas von unangebrachten Vorfällen gewusst haben. Mir waren solche Dinge jedenfalls nicht unbekannt, auch wenn ich sie nicht selber erfahren musste“, sagt Gutzwiller-Gföllner.

Auf völliges Unverständnis stoßen bei ihr Aussagen von Jahrhundert-Sportlerin Annemarie Moser-Pröll. „Es ist unfassbar, wenn sie einfach sagt, dass zu solchen Dingen immer zwei gehören.“

Jüngst hatten in einer kleinformatigen Zeitung, welche zugleich Sponsor des ÖSV ist, mit Lea Schramek (vormals Sölkner) und Monika Kaserer zwei Ex-Rennläuferin erklärt, dass sie nei mit Missbrauch, Vergewaltigung oder Ähnlichem konfrontiert worden wären.

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Artikel OÖN-Sport 06. Dezember 2017 - 11:28 Uhr
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