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"Das hier ist schon ganz speziell für mich"

BEAVER CREEK. Ski: Der unverwüstliche Svindal gewinnt wieder.

"Das hier ist schon ganz speziell für mich"

Der Norweger Aksel Lund Svindal meldete sich eindrucksvoll zurück. Bild: GEPA

Startnummer eins, Erster im Ziel. Für Aksel Lund Svindal war Beaver Creek eine Reise wert. Der Norweger hatte in der Tat gepokert und wurde mit dem großen Comebacksieg belohnt. Svindal ist ein Ski-Phänomen, hat er in den vergangenen drei Saisonen doch nur ganz wenige Rennen bestritten. Im Winter 2014/15 trat er nach Achillessehnenriss nur zu zwei WM-Bewerben an. Im nächsten Winter hatte er trotzdem schon sieben Saisonsiege eingefahren, als er sich in Kitzbühel schwer am Knie verletzte. Auch die vergangene Saison beendete Svindal schon im Jänner, um sich erneut am Knie operieren zu lassen.

Auf Hermann Maiers Spuren

Trotzdem ist er nun der Erste seit Hermann Maier, der die Beaver-Abfahrt zwei Mal in Folge gewonnen hat. Und das, obwohl er hier vor zehn Jahren schwerst gestürzt war und mit starkem Blutverlust ins Spital gebracht werden musste.

Aber schon damals hatte Svindal sein Ski-Genie aufblitzen lassen und ein Jahr später bei der Rückkehr beide Speedrennen gewonnen. Das neuerliche Comeback nach fast zwei Jahren Sieg-Pause imponierte nun umso mehr, ist Svindal doch schon 34. "Das hier ist schon ganz speziell für mich", sagte Svindal nach seinem bereits 33. Weltcupsieg, dem sechsten in Beaver Creek.

Auch Norwegens Herrenchef Christian Mitter zollte Respekt. "Wenn man 33 Rennen gewinnt und fünffacher Weltmeister ist, muss man einen ungemeinen Willen haben", betonte der Österreicher. Svindal sei ein Phänomen: "Rennen fahren und gewinnen ist ihm zu wenig. Er möchte immer noch besser werden. Deshalb hat er ja die Vorjahressaison abgebrochen und noch einen Eingriff gemacht."

Karriereende nicht in Sicht

In der Tat will "Oberelch" Svindal noch einige Jahre fahren und die Jüngeren ärgern. "Ihm macht es viel zu viel Spaß, um aufzuhören", weiß Mitter. Nur ein Gesamt-Weltcupsieg werde sich wohl nicht mehr ausgehen, fürchtet der Steirer. "So richtig gut wird das mit seinem Knie nicht mehr. Und mit nur Abfahrt und Super-G wird das ganz schwierig. Die Chance lebt immer, aber es ist keine realistische."

Glücklich war nicht nur Svindal, sondern auch Thomas Dreßen, der Abfahrts-Dritte. "Ich bin ein bissl sprachlos", stammelte der 24-Jährige, der den Deutschen den ersten Abfahrtspodestplatz seit 13 Jahren (Max Rauffer) beschert hatte.

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Artikel 04. Dezember 2017 - 00:04 Uhr
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