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Beaver Creek: Mayer mit überlegener Bestzeit im Abschlusstraining

BEAVER CREEK. Matthias Mayer hat sich mit überlegener Bestzeit im zweiten Training zum Topfavoriten für die zweite Saisonabfahrt in Beaver Creek gemacht.

Matthias Mayer   Bild: APA

Der Olympiasieger distanzierte am Donnerstag mit 1:39,74 Min. nicht nur Asse wie Weltmeister Beat Feuz (SUI) und Landsmann Hannes Reichelt, er kam auch bis auf 15 Hundertstel an den Streckenrekord heran. Das Rennen beginnt am Samstag um 19.00 Uhr MEZ (Liveticker auf nachrichten.at).

Auch am zweiten Trainingstag lachte die Sonne vom blauen Himmel auf die 3.000 Meter hoch liegende Raubvogel-Piste in den Rocky Mountains. Diese präsentierte sich einen Tick eisiger und ruppiger als am Vortag, lud aber bei perfektem Wetter zum Attackieren ein. Die nun so starken ÖSV-Asse nahmen die Einladung an, vor allem Mayer (1.), Reichelt (3.) und Vincent Kriechmayr (6.).

"Ich habe schon ein bissl ausprobiert, was da runter möglich ist", gestand Mayer, der am Vortag mit Torfehler Vierter geworden war. "Das ist heute ganz gut gelungen. Ich kann nur hoffen, dass es im Rennen auch so klappt."

Zweieinhalb Monate vor Olympia ist der "Abfahrts-Titelverteidiger" ganz offensichtlich schon in Form. Über seine Fabelzeit meinte Mayer lachend: "Ich kann ja probieren, dann noch den schnelleren Rennanzug anzuziehen. Heute bin ich ja im Trainingsanzug gefahren."

Mayer hat kein Problem damit, als Favorit ins Rennen zu gehen. "Das ist doch ein gutes Zeichen. Vor allem, weil ja meine beiden Läufe gut geklappt haben und das heute eigentlich eine relativ lockere Fahrt war", meinte er. "Es ist relativ wichtig, gleich am Saisonbeginn dabei zu sein. Da fällt ein Riesenbrocken weg", betonte der Head-Fahrer.

Mayer warnte aber auch vor Übermut. "Für mich ist auch Feuz ein Favorit. Er hat in Lake Louise gewonnen und zeigt im Training nie alles. Auch die Norweger legen im Rennen immer zu."

Super-G am Freitag

Auch für Mayer steht vor der Abfahrt noch der Super-G am Freitag (Liveticker auf nachrichten.at) auf dem Programm. Der Österreicher wird da wohl wie in Kanada mit Nummer eins an den Start gehen müssen, weil er aufgrund seiner Weltranglistenplatzierung als letzter zum Wählen kommt. Einen Ausfall wie in Lake Louise will er vermeiden. "Ich muss ganz genau besichtigen und dann die Wellen und Sprünge gut meistern."

Dass Marcel Hirscher "Titelverteidiger" sei, beweise, dass auch die Techniker im Super-G Chancen haben würden. "Es werden viele Riesentorläufer am Start sein", ist Mayer überzeugt.

Reichelt ist im Super-G ebenfalls noch mehr Favorit als in der Abfahrt und war ebenfalls zufrieden. "Die Piste war glatter und schneller, aber in einem Super-Zustand. Ich hatte keinen schlechten Lauf", sagte Reichelt. "Der von Mothl war aber offenbar wirklich super, das war wohl schon Kampflinie."

Ob er selbst noch Reserven habe? "Zunächste dachte ich im Ziel, eher nicht. Aber Matthias hat gezeigt, dass noch mehr geht."

Auch Kriechmayr gehört zum derzeit offensichtlich stärksten ÖSV-Abfahrtstrio. "Dass Mothl schon im Training so Gas gibt, ist ein gutes Zeichen", meinte der Oberösterreicher. "Wir stehen mannschaftlich derzeit wirklich gut da."

Neben den Norwegern kann vor allem Feuz den Hoffnungen der Österreicher einen Strich durch die Rechnung machen. "Ich und viele andere waren überrascht, wie ruppig die Strecke heute war", meinte der von Mayer um gleich 0,66 Sekunden distanzierte Schweizer.

"Österreich gegen die Schweiz, das wäre eine schöne Geschichte für den Winter", weiß auch Feuz. "Aber es mischen sicher auch die Norweger und Italiener mit."

In den Top Ten taten dies im Abschlusstraining mit Adrien Theaux (5.), Johan Clarey (7.) und Guillermo Fayed (10.) auch wieder drei Franzosen. Stark zeigten sich zudem die beiden Deutschen Andreas Sander (4.) und Thomas Dressen (8.).

Ob am Samstag der seit 2003 mit 1:39,59 vom US-Amerikaner Daron Rahlves gehaltene "Streckenrekord" tatsächlich in großer Gefahr ist, hängt wohl auch vom Wetter in Colorado ab. Dieses bleibt aber bis zum Wochenende schön und relativ warm.

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Artikel nachrichten.at/apa 01. Dezember 2017 - 06:30 Uhr
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