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Österreichs Biathleten sind optimistisch

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Simon Eder vom österreichischen Biathlon-Nationalteam und Kollegen haben die erste Enttäuschung schon weggesteckt.  Bild: epa

WHISTLER. Die österreichischen Biathleten haben die Enttäuschung über das verpatzte Sprint-Rennen bei den Winterspielen rasch weggesteckt.

Darin hat man mehr oder weniger Übung als Skijäger, denn ein „schwarzer Tag“ kommt immer wieder einmal vor. „Am Abend ist schon wieder die Schmäh gelaufen“, sagte ÖSV-Koordinator Walter Gapp am Tag nach dem 10-km-Bewerb, in dem teils miserables Wetter, teils eigenes Verschulden nicht mehr als die Plätze elf durch Simon Eder und zwölf durch Christoph Sumann zugelassen hatten. Gapp: „Das war nicht das letzte Rennen bei diesen Winterspielen.“

Doch der recht große Rückstand des ÖSV-Duos von 1:24 Minuten hat auch die Chance für den zweiten Bewerb, die Verfolgung am Dienstag, stark reduziert. Auch wenn in den Top Ten einige durch die Verhältnisse begünstigte Athleten platziert waren, denen eine derartige Leistung nicht nochmals zugetraut wird. Gedanken an Edelmetall hat man in der ÖSV-Teamführung vorerst einmal beiseitegeschoben. „Die Vorderen sind nicht unbedingt alle die Superschützen. Aber eine Medaille ist nur möglich, wenn andere Fehler machen“, sagte Gapp.

Von dem missglückten Beginn ließ man sich nicht aus der Bahn werfen, auch wenn Trainer Alfred Eder seinem Ärger zunächst freien Lauf gelassen und die Art der Startnummernvergabe bei Winterspielen kritisiert hatte. Demnach durfte sein Sohn Simon trotz eines Top-Ten-Platzes in der Weltcupwertung nicht in einer Gruppe mit den Besten starten. Und musste just in jener Phase auf die Strecke, in der die Bedingungen wirklich schlecht waren. „Regen allein hätte uns nichts ausgemacht, aber mit den Schneeschauern dazwischen ging gar nichts mehr“, sagte Gapp. Es gab keinen Ski, der bei diesen extrem wechselnden Bedingungen funktioniert hätte.

Der Franzose Vincent Jay nützte seine niedrige Startnummer zu einem Sensationscoup. Das Nervenbündel und der Workaholic, wie er sich selbst bezeichnet, holte mit seinem zweiten Weltcup-Podestplatz gleich Olympia-Gold. Der erste war ihm mit dem Sieg bei der Generalprobe vor einem Jahr auch in Whistler gelungen. „Vor dem Rennen war ich extrem nervös, hatte ein flaues Gefühl im Magen“, sagte der 24-jährige Jay, dem in der Verfolgung der Topfavorit Emil Hegle Svendsen aus Norwegen mit nur 12,2 Sekunden Rückstand im Nacken sitzt. Jay: „Da weiß ich nicht, wie ich reagieren werde. Entweder ich bin völlig locker, weil ich schon Gold habe, oder sogar noch mehr gestresst, weil ich eine zweite Medaille will.“

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