„Der hat mich komplett abgeknutscht, der war total happy. Er hat Tränen fließen lassen, was ich von ihm überhaupt nicht gewöhnt bin. Normalerweise ist er ein recht zurückhaltender Typ, ich habe noch nie gesehen, dass er weint. Er war überwältigt.“ Nina Reithmayer über die Reaktion ihres Freundes Matthias Guggenberger, der im Skeleton seinen Start noch vor sich hat.
Mama war "hin und weg"
Große Freude gab es in der Familie Reithmayer auch zu Hause in Tirol. „Ich habe mit der Mama telefoniert. Die war hin und weg - völlig aufgelöst - auch meine Schwester. Die werden es nicht ’derschlafen’ heute, vor lauter Nervosität“, sagte Reithmayer mit einem Augenzwinkern.
Ninas „Sunshine Reggae“
Für die AUA-Tickets, die Nina Reithmayer für ihr Rodel-Silber erhalten hat, hat die Innsbruckerin gute Verwendung. „Mit wem ich flieg’, weiß ich, aber wohin? Vielleicht mache ich heuer einmal einen schönen Urlaub, einmal weiter weg. Ich schaue einmal, wo es mich hintreibt.“ Vielleicht in ein Land mit Reggae-Klängen. Das Lied, mit dem sich Reithmayer in den Whistler-Tagen am meisten entspannt hat, ist der alte Hit „Sunshine Reggae“.
Party im Österreicher-Haus
Nach einem Interview-Marathon im Stadion, der Dopingkontrolle und der Siegerehrung wurden die „Silbernen“ Nina Reithmayer und Christoph Sumann am Dienstagabend (Ortszeit) auch im Österreich-Haus in Whistler gebührend gefeiert. Sportminister Norbert Darabos und ÖOC-Präsident Karl Stoss gratulierten den Medaillengewinnern. Das Edelmetall hatten sie zuvor aus den Händen des deutschen IOC-Vizepräsidenten Thomas Bach bzw. des schwedischen IOC-Mitglieds Arne Ljungqvist erhalten, den Landsleuten der siegreichen Tatjana Hüfner und Björn Ferry.