ePaper  | iPad | 
Anmelden
 |  A A A

 
Mittwoch, 8. Februar 2012, 10:49 Uhr Linz  -8°C ·  Reichenau/Mühlkreis  -14°C ·  mehr Wetter »
Sport  > Wintersport

Nina Reithmayer rodelte im Eiskanal zu Einsitzer-Silber

Bild vergrößern Nina Reithmayer Rodeln

Bild: EPA

Bild vergrößern Alle 10 Bilder anschauen

Silber für Rodlerin Nina Reithmayer Bild: EPA

WHISTLER. Nina Reithmayer hat am Dienstag ihr Ziel erreicht und Olympia-Edelmetall im Damen-Rodelbewerb geholt. Die 25-jährige Tirolerin behielt am zweiten Wettkampftag die Nerven und ließ sich vom zweiten Zwischenrang vom Vortag nicht aus der Ruhe bringen.

Reithmayer musste sich letztlich nur der zweifachen Weltmeisterin Tatjana Hüfner aus Deutschland geschlagen geben, ließ sich von deren angreifenden Landsfrau Natalie Geisenberger aber nicht mehr von Platz zwei verdrängen.

Reithmayer sorgte damit für das erste olympische Damen-Rodel-Edelmetall seit Angelika Neuner (Bronze 1998 in Nagano) und die insgesamt 17. Olympia-Medaille für den ÖRV. Am Mittwoch hat Österreich noch sein heißestes Eisen im Whistler Sliding Centre in der Kunstbahn. Dann sind die Doppelsitzer-Favoriten und Olympiasieger 2006, Andreas und Wolfgang Linger, im Einsatz. Reithmayer holte damit nach Christoph Sumann das zweite Silber am Faschingsdienstag und sorgte für die insgesamt dritte ÖOC-Medaille nach dem Bronze von Gregor Schlierenzauer.

"Ein, zwei Glaserl" im Österreicherhaus

"Ich hätte gesagt vorher, ich bin für eine Medaille da. Aber, dass es Silber wird, hätte ich mir nicht gedacht. Am Start habe ich mir gedacht, es wird ein super Lauf und es ist aufgegangen", jubelte Reithmayer, die Silber vor den Augen ihres Freundes, Skeleton-ÖOC-Teilnehmer Matthias Guggenberger geholt hat, im Ziel. "Ich werde da anknüpfen und weiter so trainieren in den nächsten Jahren. Wir haben ein super Team und gewaltige Trainer. Es macht sehr viel aus für den österreichischen Rodelsport." Sie kündigte an, im Österreich-Haus ein, zwei "Glaserln" zu trinken. "Dann werden wir schauen, wo es mich hintreibt."

Dramatischer Kampf um Silber

Der Kampf um Silber war hochdramatisch verlaufen: Mit nur zweieinhalb Hunderststel Vorsprung auf Geisenberger war Reithmayer in den letzten Lauf gegangen und dieses Guthaben hatte sie mit einem schlechten Start (8,45) schon verspielt, denn die Deutsche war da fünf Hundertstel schneller. Doch Reithmayer bewies, wie gut ihr die Bahn liegt und verwies Geisenberger noch um 0,087 Sekunden auf den Bronze-Platz. Der Rückstand auf die Olympiasiegerin vergrößerte sich dank einer ausgezeichneten Fahrt von Hüfner allerdings noch auf 0,49 Sekunden.

Mit nur fünf Hundertstel Rückstand auf Hüfner war Reithmayer in den zweiten Tag gegangen und hatte sogar auch noch mit Gold spekulieren dürfen. Dafür hat es am Ende für die EM-Bronzene von Sigulda zwar nicht mehr gereicht, aber mit Silber durfte die natürliche und schlagfertige Innsbruckerin mehr als glücklich sein.

Deutsche wurde Favoritenrolle gerecht

Die ein Jahr ältere Hüfner, die in Turin noch Bronze geholt hatte, ist nach dem Rücktritt ihrer Landsfrauen Sylke Otto und Silke Kraushaar 2007 und 2008 Weltmeisterin geworden und hat 2008 bis 2010 den Gesamt-Weltcup gewonnen. Sie wurde letztlich ihrer Favoritenrolle noch gerecht. Ein Kriterium war die verkürzte Bahn, die einigen Athleten wegen einer stumpfen Kurve gleich nach dem Start zu schaffen machte.

"Olympiasiegerin war mein großer Traum, jetzt ist er Wirklichkeit geworden. Heute sind mir noch einmal zwei gute Läufe gelungen", freute sich Hüfner. "Es ist unglaublich. Man muss immer wach sein. Ich habe mich auf mich konzentriert. Nina ist eine starke Fahrerin, sie hat das souverän gemacht und ich bin froh, dass ich noch vor ihr bleiben konnte", zollte sie der Österreicherin Respekt.

Topleistung

Riesengroß war der Jubel aber auch im ÖRV-Team, auch bei Sportdirektor Markus Prock: "Wir haben gewusst, dass unsere Mädels auf Lauerstellung sind. Wir haben die Medaille so erfahren, allzu viele Patzer haben die anderen nicht gemacht. Wir haben die Früchte geerntet." Einen kleinen Fehler hatte Prock im Schluss-Heat bei Geisenberger gesehen. "Da habe ich gewusst, sie kann die Silbermedaille bringen. Sie hat eine Topleistung gebracht. Diese Silbermedaille ist sehr viel wert. Der österreichische Rodelverband ist ein verlässlicher Medaillenbringer für das österreichische olympische Komitee. Jetzt hoffen wir noch auf die Doppelsitzer mit Linger/Linger und Schiegl/Schiegl."

Auch der sonst so cool wirkende Cheftrainer Rene Friedl ist ab Startnummer 10 nervös geworden. "Unglaublich, was die Nina hier geleistet hat. Es war eine Superarbeit vom gesamten Team. Sie hat den Lauf trotz des nicht optimalen Starts noch gut runtergefahren, hat das Beste daraus gemacht. Im Doppelsitzer wissen wir, dass es geht. Das hier gibt einen positiven Impuls für das Team. Heute haben wir ein bisschen Zeit, den Erfolg zu genießen und werden morgen wieder angreifen mit den Jungs."

Im Schatten ihrer Teamkollegin belegte Veronika Halder nur den zwölften Platz. "Ich wollte noch einmal etwas Anderes probieren in der ersten Kurve, das ist leider nach hinten losgegangen. Die Platzierung ist nicht das, was ich mir erwartet habe, aber ich bin dabei gewesen", resümierte die 29-jährige Tirolerin, die in Turin noch Fünfte gewesen war.

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Neuen Kommentar schreiben

Betreff / Kommentartitel
Kommentartext:

Sie dürfen noch Zeichen als Text schreiben

Bitte beachten Sie die Forumsregeln


  Für nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Um sich registrieren zu können müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.
Gewünschter Benutzername

Gewünschtes Passwort

Wiederholung Passwort

E-Mail

OÖNcard


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 24 - 4? : 


Zuletzt kommentiert    mehr »
  • Bauern
    von Pilatus, 08.02.2012 10:46 Uhr
    Warum streicht man nicht ersatzlos alle Agrarsubventionen ? Warum leistet sich Oberösterreich mit...
  • Sie haben Homöopathie nicht verstanden
    von suzieQ, 08.02.2012 10:45 Uhr
    Das Kind muß Krankheiten durchmachen, ein bisserl leiden, dann wird es stärker und außerdem vom...
  • r53...
    von Fensterputzer, 08.02.2012 10:44 Uhr
    hast aber selbst sicher noch nie ein Unternehmen geführt, sonst wärst nicht so weit von...
  • Ja bei allem Respekt,
    von Briele, 08.02.2012 10:43 Uhr
    Ich gebe dir recht. Dazu kommt noch wenn die Besucher unseres Landes nicht straffällig werden und...
  • was soll dieser artikel aussagen
    von bbw, 08.02.2012 10:43 Uhr
    kinder werden ohne deutschkenntnisse zu schule geschickt.das gesamtniveau sinkt ins bodenlose.zu...
  • Impungen Jein
    von wiemi, 08.02.2012 10:40 Uhr
    Ich habe es bei meiner deutschen Verwantschaft (Würzburg) leider erleben müssen das eine...