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Quo vadis, Black Wings? Sieben Fragen und Antworten

LINZ. Kommt noch ein Neuer bei den Black Wings? Wie will der neue Trainer die Defensivprobleme in den Griff bekommen? Und was haben sich die Linzer für die Fans ausgedacht?

   Bild: VOLKER WEIHBOLD

Noch 22 Tage bis zum Trainingsauftakt, 56 Tage bis zum Start der Erste Bank Eishockeyliga. Wir haben die wichtigsten Fragen zur neuen Saison der Black Wings zusammengetragen und beantwortet.

 

Sind die Transferaktivitäten der Black Wings abgeschlossen?

Nein. Laut eigenen Aussagen wird der Markt weiter sondiert. Allerdings bekräftigte Manager Christian Perthaler vor Kurzem, dass man auf die Jung-Verteidiger Gerd Kragl und Erik Kirchschläger bauen will und den beiden Eigengewächsen einen Stammplatz reserviert. In der Verteidigung wird es also (vorerst) keinen Neuzugang geben.

Die Grundpositionen sind mit der Ausnahme der Oberkofler-Position (österreichischer Center) alle vergeben. Teamspieler Andreas Kristler gilt als heiße Transferaktie für die vakante Sturmposition. Der 26-Jährige absolviert derzeit aber eine Reha-Therapie nach einem Kreuzbandriss in Salzburg. Kristler wäre wohl erst im Oktober einsatzbereit. Weitere Legionäre sind derzeit nicht geplant. Vor allem, um bei Bedarf auf Verletzungen während der Saison reagieren zu können.

Den erwarteten großen Umbruch hat es also nicht gegeben. Lediglich zwei Neue stehen derzeit im Kader der Stahlstadt-Cracks: Jake Dowell und Corey Locke.

 

Was bringen die beiden Neuzugänge?

Auf Dowell angesprochen geriet Perthaler im OÖN-Gespräch ins Schwärmen. Der US-Amerikaner sei ein wahrer Leader-Typ, er tue alles für die Mannschaft. Nach dem Abgang von Brett McLean und Brett Palin wird so ein Typ wohl auch gebraucht werden. Der 32-Jährige ist wohl keiner, der als Topscorer glänzen wird, sondern sich mit harter (Defensiv-)Arbeit in den Dienst der Mannschaft stellen wird.

Auch Corey Locke soll Defensivarbeit verrichten - mehr als zuletzt in Villach. Der Kanadier lieferte in der abgelaufenen Saison sensationelle 64 Torvorlagen im Grunddurchgang und hielt bei einer Plus-Minus-Bilanz von +16. Der 33-Jährige habe eine tolle Übersicht und kann das Spiel sehr gut lesen.

 

Inwiefern wird das Spiel der Linzer anders?

Das Spiel der Black Wings wird sich verändern. Wie deutlich das bereits zu Meisterschaftsbeginn zu sehen sein wird, ist sich Perthaler nicht sicher: "Man muss dem neuen Trainer etwas Zeit geben. Er muss der Mannschaft sein System beibringen. Und das kann durchaus ein paar Wochen lang dauern." Der Manager verspricht aber "richtig geiles Eishockey".

Troy Ward, der neue Mann an der Bande, ist als langjähriger Nachwuchs-Coach ideal für die Einbindung junger Österreicher in das Team. Sein System ist auf Angriff und Scheibenbesitz ausgerichtet, was zu der Offensive der Black Wings passen wird. Ein Hinten-Heineinstellen soll vermieden werden, wie der Neo-Coach im OÖN-Interview verriet. Das Spiel soll "ehrlich" sein - laufintensiver und körperbetonter als zuletzt.

 

Wie wollen die Linzer die Defensive festigen?

Das neue System ist darauf ausgelegt, dass die Stürmer besser in die Defensive zurückarbeiten. Das war in der abgelaufenen Saison vor allem gegen Ende ein großes Problem. Die Linzer wollen nicht Mauern, aber die Chancen der Gegner mit größerem Laufeinsatz deutlich reduzieren. Das wird vor allem Goalie Mike Ouzas freuen, der in der abgelaufenen Spielzeit durchschnittlich alle eineinhalb Minuten einen Schuss zu parieren hatte. Nur Laibach-Schlussmann Jeff Frazee musste öfter eingreifen. Allerdings muss das Team - und vor allem die Verteidiger - dieses System erst erlernen. Es bleibt abzuwarten, wie gut sich die Jungen schlagen, wie gut Ouzas in die Spur findet und ob die Verteidigung nicht etwas zu alt ist. Denn mit Piche, Fechtig, Kragl und Kirchschläger haben nur vier der acht Stamm-Verteidiger den 30. Geburtstag noch vor sich.

 

Wie geht es den zuletzt rekonvaleszenten Cracks?

Gegen Ende der abgelaufenen Spielzeit mussten die Black Wings die beiden Lukas-Brüder und Stefan Gaffal vorgeben. Philipp Lukas laborierte an einer Knöchelverletzung, Bruder Robert an den Folgen einer Gehirnerschütterung. Stefan Gaffal fiel wegen einem Abszess und einer anschließenden einer Blutvergiftung lange aus. Rick Schofield spielte im letzten Saisonspiel mit eingerissenen Bändern in der Schulter und Joel Broda soll sich in der Viertelfinalserie sogar einen Knochenbruch zugezogen haben.

Dem Vernehmen nach sollen alle Cracks große Fortschritte gemacht haben. Broda und Schofield kehren im August wohl fit zurück in die Stahlstadt, auch Gaffal und Philipp Lukas wollen gleich voll einsteigen. Ein kleines Fragezeichen steht hinter Robert Lukas. Wie der Verteidiger die harten Belastungen auf dem Eis wegstecken wird, wird erst das Mannschaftstraining zeigen. Der Routinier ist aber motiviert für die neue Saison und will möglichst bald wieder auf das Eis.

 

Wann starten die Black Wings in die neue Saison?

Bereits in etwa zwei Wochen wird Coach Troy Ward  in Linz erwartet. Die Legionäre sollen in den Tagen danach in der Stahlstadt landen. Am 4. August erfolgt das erste Mannschaftstraining, am 5. August gibt es das Ramba Zamba - wofür sich die Black Wings einige neue Ideen einfallen haben lassen. Das erste Treffen mit den Fans soll ein Sommerfest im Zeichen der Tracht sein und wird mit Festzug über die Nibelungen-Brücke, Blasmusikkapelle und Bierkrug-Stemm-Bewerb auf der Plattform neben dem Ars Electronica stattfinden. Meisterschaftsstart ist am 8. September mit einem Auswärtsspiel in Znaim.

Die Vorbereitungs-Spiele:

  • Fr. 11.08. 19:30 Uhr Linz - Straubing
  • So. 13.08. 18:00 Uhr Straubing - Linz
  • Fr. 25.08. 19:30 Uhr Augsburg - Linz
  • So. 27.08. 18:00 Uhr Linz - Augsburg
  • Fr. 01.09. - 03.09. Vinschgau Cup in Südtirol gegen den EHC Ingolstadt und Färjestad BK

 

Welche Neuerungen warten auf die Fans?

Die Preise für Heimspiel-Tickets bleiben gleich. In der Halle werden bis zum ersten EBEL-Heimspiel LED-Leisten installiert. "Um den Entertainment-Faktor zu heben", wie EHC-Manager Perthaler erzählt. Auch Spezial-Dressen sind für besondere Anlässe wieder geplant. Apropos besonderer Anlass: Alle zwei Jahre veranstalten die Black Wings einen Teddy-Bear-Toss - auch heuer wieder. Die neue Spielkleidung der Stahlstädter ist eher schlicht und im Retro-Look gehalten. Ach ja, und eine Black-Wings-Lederhose wird es geben. Die Premiere feiert die Lederhose von Egger Trachten beim Ramba Zamba, wo die ersten 50 Exemplare zu erwerben sind. Danach ist die Lederhose mit petrolfarbenen Nähten und Black-Wings-Logo im Fanshop bestellbar.

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Artikel Markus Prinz und Alexander Zambarloukos 13. Juli 2017 - 15:17 Uhr
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