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Der Kapitän wird zum Mental-Trainer

LINZ. Obwohl Phil Lukas kein Saisonspiel mehr bestreitet, nimmt er in Linz eine Hauptrolle ein.

Der Kapitän wird zum Mental-Trainer

Non-Playing-Captain Philipp Lukas hat eine neue Aufgabe im Team. Bild: GEPA pictures/ Florian Ertl

Als sich Brooke, maßlos enttäuschte Ehefrau des von den Black Wings nach Wolfsburg transferierten Stürmers Rob Hisey, gestern Vormittag mit einem "Stinkefinger" von der Keine-Sorgen-Eis-Arena verabschiedete, quälten sich die angeschlagenen Routiniers Robert und Philipp Lukas in der Kraftkammer.

Sie müssten das nicht tun, weil sie in dieser Eishockey-Saison kein Leiberl mehr im Kader des EHC haben. Aber die Brüder sind Vollprofis – und nach wie vor Fixgrößen in der Kabine. "Ich möchte, dass beide bei uns sind – auch während der Play-offs", betont Linz-Coach Rob Daum. Auf den starken Charakter und die Aura der "Urgesteine" können die Wings, die heute (19.30 Uhr) in der Pick Round Titelverteidiger Red Bull Salzburg empfangen, nicht verzichten.

Das Team agiert nicht konstant, zu oft schleicht sich der Schlen-drian ein. Die Auswärtsvorstellungen in Klagenfurt (1:4), Innsbruck (2:3) und zuletzt Wien (0:1) waren wirklich schwach.

Es braucht einen ordentlichen Weckruf. Jemanden, der das Herz auf der Zunge trägt. Einen Motivator wie Philipp Lukas, dessen Rolle als Non-Playing-Captain enorm wichtig sein wird.

"Natürlich hätten Bob und ich lieber gespielt, aber wir werden uns einbringen. Das ist ja unsere Mannschaft", sagt Phil (37), der mit Robert (38) mitten in der Trainerausbildung steht.

Was überhaupt nicht heißt, dass die aktive Karriere zu Ende ist. "So möchte ich nicht aufhören", betont Philipp. Die Geschwister haben den Plan, noch ein paar Jährchen zu spielen – wenn möglich in Linz. Das ist auch realistisch.

Doch jetzt geht es einmal um die am 26. Februar beginnenden Play-offs 2017, die "Mentalist" Philipp in vollem Umfang mitmachen wird. Der gebürtige Wiener begleitet die Wings zu allen Auswärtsspielen, wird die gute Seele in der Kabine sein und natürlich dazwischenfunken, wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie sollen.

Gut möglich, dass Philipp auch einen Platz auf der Bank einnehmen wird. "Wenn es der Coach möchte, bin ich natürlich bereit."

"Einer für alle, alle für einen"

Schon heute müssen die Wings, die nach wie vor nicht auf den rekonvaleszenten Rick Schofield zurückgreifen können, ihr wahres Gesicht zeigen. "Einer für alle, alle für einen" lautet das Motto. "Jetzt weiß jeder, woran er ist. Es gibt keine Ausreden, wir müssen uns deutlich steigern", betont Daum. Salzburg ist ein guter Gradmesser.

„Ich gehe zu 99 Prozent davon aus, dass er schon gegen Salzburg (heute, 19.30 Uhr, Anm.) spielt“, sagt Black-Wings-Manager Christian Perthaler über Neuzugang Kyle Klubertanz (31), der gestern in seinem ersten Training in Linz einen starken Eindruck hinterließ: Der US-Amerikaner, der ein Verteidiger-Paar mit Brett Palin bilden wird, steht voll im Saft, er ist schnell, spielt gute Pässe und tut auch menschlich der Kabine gut. „Ich war beeindruckt, er hat sich sofort als Teamplayer vorgestellt“, betonte Rob Daum.

Der EHC-Coach erwartet eine „angepisste“ Salzburger Mannschaft, die zuletzt einen Sieg gegen den KAC (3:4 n.V.) aus der Hand gab. Die zweitplatzierten Mozartstädter haben sich von Verteidiger Zdenek Kutlak getrennt, weil Stürmer Brett Olson im Comeback-Modus ist. Gewinnen die Wings auch das zweite Pick-Round-Duell, würden sie die „Roten Bullen“ überflügeln.

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Artikel Markus Prinz und Alexander Zambarloukos 17. Februar 2017 - 00:04 Uhr
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