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Beim Kabinen-Umbau legen auch die Sportler Hand an

LINZ. In der Kabine der Liwest Black Wings Linz läuft aktuell der Umbau für die neue Saison. Auch zwei Profi-Cracks stellten sich als Arbeitskraft zur Verfügung.

Bild: Markus Prinz

"Hauptsächlich geht es uns darum, unserem Zeugwart Franz Wamser etwas zurückzugeben, ihn zu unterstützen. Und diese Deppen-Arbeit können wir beide auch gerade noch machen", grinst Black-Wings-Kapitän Philipp Lukas nach der Frage, warum er anstatt mit dem Schläger mit einer Farb-Walze vor seinem Platz in der Kabine steht.

Franz Wamser ist die gute Seele in der Kabine der Black Wings. Er setzt die Änderungen, die sich der neue Trainer, Troy Ward, wünscht, um. Kostengünstig, versteht sich. Denn nach der kommenden Saison soll der Kabinentrakt neu gebaut werden. Trotzdem liegen bereits einige Arbeitsstunden hinter dem handwerklichen Alleskönner in der Keine-Sorgen-EisArena. Nur beim Ausmalen ließ sich Wamser überreden, Hilfe von den Eishockey-Cracks anzunehmen.

"Ich hab' zumindest ansatzweise Ahnung, was ich hier mache"

Lukas und Backup-Goalie Florian Janny malen die Wände und die Sitzflächen der Garderobe aus. "Ich hab' in meinem Leben schon zwei Wohnungen ausgemalt, deshalb hab' ich zumindestens ansatzweise Ahnung, was ich hier mache. Ansonsten bin ich ein handwerkliches Nackerpatzl", sagt "Phil", wie sie den Kapitän in der Kabine rufen.

Vormittags trainieren die österreichischen Cracks in den Krafträumen, nachmittags ist im Sommer frei. Währenddessen werkt Wamser bereits. "Du musst dir vorstellen: Der steht auf, trinkt seinen Kaffee, raucht seine Tschick und kommt in die Halle. Und irgendwann am Abend geht er wieder heim. Da kann's schon einmal sieben, acht Uhr werden. Und das alles freiwillig. Man kann getrost sagen, dass diese Kabine sein zweites Daheim ist. Er lebt für den Verein", schwärmt Janny: "Und einmal habe ich ihm einen völlig zerstörten Fanghandschuh gebracht und gefragt, ob da noch etwas zu richten ist. Am nächsten Tag war die Fanghand wie neu. Es gibt wirklich nichts, was er nicht kann."

Und wie läuft es eigentlich mit der sportlichen Vorbereitung auf die neue Saison? Gut, wie beide Cracks versichern. Philipp Lukas arbeitet jetzt im Herbst seiner Laufbahn erstmals mit einem Personal-Trainer zusammen. Die Verletzung am Knöchel ist ganz gut verheilt - "er meldet sich öfter mal, aber ich bin guter Dinge. Die paar Mal, als ich im Schuh gestanden bin, war alles okay. Da hat Hansi Rauscher gute Arbeit geleistet." Rauscher hat den Eisschuh für den zum Saisonschluss verletzten Lukas angepasst.

Daneben hat der 37-Jährige die Trainer-Ausbildung für die A-Lizenz abgeschlossen. Damit dürfte der gebürtige Wiener jederzeit ein EBEL-Team trainieren. "Es war oft sehr stressig, aber ich bin froh, dass ich die Ausbildung gemacht habe. Wenn du mich vor einem Jahr gefragt hättest, ob ich Trainer werden will, hätte ich 'Nein' gesagt. Aber jetzt beschäftige ich mich in der Freizeit viel damit."

Florian Janny wiederum hat im Linzer Kapitän einen neuen Mentor gefunden. "Ich fühle mich sehr wohl. Am Samstag geht's zum ersten Tormanntraining mit Jürgen Penker. Darauf freue ich mich natürlich schon sehr", sagt der Zweier-Goalie.

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Artikel Markus Prinz 30. Juni 2017 - 10:12 Uhr
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