Im Westen nichts Neues: Auch im siebenten Saison-Slalom hieß die Siegerin Marlies Schild – womit sie mit ihrem 35. Weltcupsieg und dem 33. im Slalom nur noch einen von Vreni Schneiders Allzeit-Bestmarke im Stangenwald entfernt ist. „Dann könnt ihr mich endlich wieder etwas anderes fragen, wenn ich das schaffe“, sagte Schild nach ihrem Triumph beim Debüt in Soldeu in Andorra schmunzelnd. Anfang März in Ofterschwang kann sie mit Schneider gleichziehen.
In den Pyrenäen brauchte Schild nicht nur ihr Können – auch Glück. Die Halbzeit-Führende Tanja Poutiainen wurde im zweiten Durchgang vom Wind verweht. Die Finnin verlor im Schneegestöber die Orientierung und schied im Mittelteil aus. „Ich hatte mit ihrem Ausfall Glück. Das tut mir leid für sie, ich weiß, wie blöd dieses Gefühl ist, wenn man als Führende ausscheidet“, sagte Schild. Im Ziel fiel der 30-jährigen Schild auch Kathrin Zettel in die Arme, die Niederösterreicherin wurde Dritte.
Am Sonntag im Riesentorlauf lief es für die Österreicherinnen nicht so gut, da freuten sich andere. Allen voran die Französin Tessa Worley. Nach Kranjska Gora gewann die 22-Jährige bei neuerlich starkem Wind vor der Slowenin Tina Maze und der Deutschen Maria Höfl-Riesch. Damit schlüpfte Worley auch ins Rote Trikot der Riesentorlauf-Führenden. „Für mich ist es perfekt gelaufen. Vor dem Rennen hatte ich Bedenken wegen des Windes. Aber dann dachte ich mir: Ich muss es sowieso so nehmen, wie es kommt.“ Sie nahm alles...
Nur knapp einem Sturz entkam Elisabeth Görgl. Die Steirerin rammte das vorletzte Tor und kam als beste Österreicherin als Fünfte ins Ziel. Anna Fenninger schwang nach dem 17. Zwischenplatz als Sechste ab. Über ein Erfolgserlebnis freute sich die 23-jährige Tirolerin Eva-Maria Brem als Zehnte.
Nach dem Rennen begann für die ÖSV-Damen das nächste Rennen – jenes zum Flughafen Barcelona. Für nur wenige Stunden flogen sie nach Hause. Heute reisen sie nach Sotschi, wo am Mittwoch das erste Abfahrts-Training ansteht.
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