CHANTY-MANSIJSK. Reinhard Gösweiner wusste am Samstag nicht so recht, ob er lachen oder weinen sollte. Der Blick in die Ergebnisliste des letzten Weltcup-Rennens der Biathleten in Chanty-Mansijsk sorgte für ein Wechselbad der Gefühle. Dominik Landertinger, ein Schützling des Windischgarstners hatte soeben im Massenstart-Rennen seinen zweiten Weltcup-Sieg gefeiert. Doch Christoph Sumann verpasste mit Rang 23 den ersten Gesamtweltcup-Triumph für Österreich nur knapp. Der Steirer musste sich schließlich in der Endabrechnung 15 Punkte dem Norweger Emil Hegle Svendsen, dem Platz 14 locker zu seiner ersten großen Kristallkugel reichte, geschlagen geben. „Dennoch sollten wir nicht unzufrieden sein. Wir haben die vorjährige Erfolgs-Saison noch einmal getoppt“, sagt Gösweiner.
Und auch Sumann war keinesfalls traurig. „Es gibt schlimmere Dinge auf dieser Welt, als im Weltcup Zweiter zu werden. Ich habe heuer enorm viel erreicht“, sagte der zweifache Olympia-Medaillengewinner. Vor allem mannschaftlich ist Österreich zur Großmacht im Biathlon aufgestiegen. Mit Sumann, Landertinger und Simon Eder als Achtem landeten drei ÖSV-Biathleten unter den Top-8 des Gesamtweltcups. (fei)
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