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Wo viel Licht, dort viel Schatten: Das war der Weltcup-Winter

GARMISCH. Mit einem tschechischen Sieg im gestrigen Teambewerb endete die alpine Ski-Saison. Die Österreicher fuhren auf den dritten Platz. Lichtgestalten und finstere Momente sah der Winter viele.

Reinfried Herbst: Eine Wiedergutmachung für den Olympia-Tiefschlag: Sein neunter Platz bescherte Herbst die kleine Kristallkugel für den besten Slalomfahrer der Saison. Der Beste in Garmisch war Hausherr Felix Neureuther.

Marlies Schild: Mit einem Sieg im letzten Slalom beendete die Saalfeldnerin am Samstag ihre großartige Comeback-Saison. Die kleine Kristallkugel gewann allerdings Maria Riesch, Kathrin Zettel reichte ihr zweiter Platz gerade nicht.

Tschechien: Im Nationencup liegt Tschechien mehr als 8000 Punkte hinter Österreich, dennoch gewannen die Nachbarn gestern 22.500 Euro und den Teambewerb. Das neue Format, bei dem pro Nation je zwei Damen und zwei Herren im Parallel-Riesentorlauf gegeneinander antraten, kam gut an.

Lindsey Vonn: Die „Grande Dame“ der Saison heißt Lindsey Vonn. Die US-amerikanische Abfahrts-Olympiasiegerin gewann gleich vier Kristallkugeln.

Andrea Fischbacher: Mit dem Olympiasieg im Super-G sorgte Fischbacher für die einzige Goldene der ÖSV-Alpinen.

Schweizer Herren: Die Schweizer Ski-Herren landeten zwar in der Nationenwertung neuerlich auf Rang zwei hinter Österreich, bei den Siegen hatten sie aber mit 11:8 die Nase vorne. Carlo Janka gewann den Gesamt-, Didier Cuche den Abfahrts-Weltcup und Didier Defago Olympia-Abfahrts-Gold.

Deutsche Damen: Maria Riesch und Co. haben sich mit den ÖSV-Damen bis zum Schluss um die Nummer eins in der Nationenwertung duelliert. Am Ende war Österreich knapp voran, bei den Trophäen Deutschland: Riesch gewann zweimal Olympia-Gold sowie den Slalom-Weltcup, Kathrin Hölzl schnappte sich die Riesentorlauf-Kugel.

Michael Walchhofer: Seine Ziele hat er klar verfehlt: Der Salzburger blieb ohne Olympia-Medaille und Weltcup-Abfahrtssieg. Im Super-G schnappte ihm die Kristallkugel im letzten Moment Erik Guay (Kan) weg.

Mario Matt: Der Doppel-Weltmeister im Tief: Mit nur zwei achten Plätzen musste der Tiroler Olympia daheim vor dem Fernseher verfolgen.

Österreichs Abfahrer: Die einst so stolze Abfahrtsnation feierte diese Saison keinen einzigen Sieg. Die Damen blieben erstmals in der Weltcup-Geschichte gar ohne Podestplatz.

Verletzungen: Zu viele Verletzungen warfen einen dunklen Schatten auf die Saison. Die prominentesten Opfer: Nicole Hosp (Kreuzbandriss), Rainer Schönfelder (Meniskuseinriss), Lara Gut (Hüftluxation), John Kucera (Schien- und Wadenbeinbruch) und Jean-Baptiste Grange (Kreuzbandriss).

Überdruss: Das war selbst dem geneigten fernsehenden Ski-Fan ein bisschen zu viel: Ist es wirklich von öffentlichem Interesse, was die Skifahrer unmittelbar vor und während eines Rennens zu sagen haben?

Kommentare
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Artikel 15. März 2010 - 00:04 Uhr
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Der Ski-Weltcup 2009/2010 ist im Ziel. Zeitgleich waren das im abschließenden Teambewerb Kathrin Zettel (li.) und Britt Janyk.  Bild: GEPA

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