Einen passenderen Ort als die Bergisel-Schanze hätte sich Toni Innauer nicht aussuchen können. Im dortigen Turmcafé – mit Sicht über ganz Innsbruck – wird der österreichische Skisprung-Lenker und -Denker am Mittwoch seinen Rücktritt als Nordischer Rennsportdirektor des ÖSV bekanntgeben.
Seit 1993 hat der Olympiasieger von Lake Placid diese Position bei den Adlern und Kombinierern inne. Die Liste der Erfolge, die unter seiner Regie gelangen, ist lang. Doch der Vertrag läuft nun mit Ende der Olympia-Saison aus. Der Vorarlberger ist es, der nicht mehr verlängern will. Vielmehr wird Innauer in wenigen Tagen ein neues Buch präsentieren. Gefragt sind im Land auch seine Vorträge.
Eine Aufgabe im Österreichischen Olympischen Comité wird er, wie von vielen Seiten spekuliert wurde, jedenfalls nicht annehmen. Der Posten des ÖOC-Generalsekretärs wird ausgeschrieben.
Innauers Nachfolger beim Österreichischen Skiverbandes steht dagegen so gut wie fest: Ernst Vettori wird bei dieser Pressekonferenz an der Seite von Innauer stehen. Wie Innauer war auch der gebürtige Absamer ein erfolgreicher Skispringer. Zuletzt leitete der 45-Jährige die Marketing-Aktivitäten des ÖSV. Der Sprung zum Rennsportdirektor dürfte für ihn damit kein großer sein. Vettori begleitet den Weltcup-Tross auch nach seiner Karriere. Außerdem ist sein Sohn Nils ein talentierter Nordischer Kombinierer.
Eine der ersten Aufgabe von Vettori wird die Vertragsverlängerung von Springer-Cheftrainer Alexander Pointner sein. Der Coach der ÖSV-Adler hatte gestern übrigens Pech: Er riss sich in Kuopio (Fin) zwei Muskelfasern. Die Qualifikation für den heutigen Bewerb (16.55 Uhr, live auf ORF 1) wurde wegen Schlechtwetters abgesagt. Gregor Schlierenzauer, sportlicher „Ziehsohn“ von Toni Innauer, gibt sich kämpferisch, doch noch den Gesamtweltcup zu holen: „Die Saison ist noch nicht vorbei.“
die nordischen waren heuer erfolgreich wie noch nie. einzig die langläufer haben mangels spitze ein tief. biathlon, nord.kombi - überall sind wir bei den besten.
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