CRANS MONTANA. Dominique Gisin stand bei ihrem Heimrennen am Sonntag in Crans Montana mit einem breiten Grinsen im Zielraum. Sie hatte gerade den Super-G im Schweizer Skiort für sich entscheiden können und war dabei sogar Seriensiegerin Lindsey Vonn um 0,15 Sekunden enteilt. Dass ihr dabei der Wind in den Schweizer Alpen den Rücken stärkte, war ihr nach einer von Verletzungen geprägten Saison egal. Auch Vonn konnte schnell wieder lachen. Mit dem Abfahrtssieg am Samstag und Platz zwei am Sonntag sicherte sie sich nicht nur die kleine Weltcup-Kugel in der Abfahrt, sondern vergrößerte auch den Vorsprung in der Gesamtwertung auf Maria Riesch.
Im Jänner in Haus im Ennstal lag Gisin im Schnee, hatte Tränen in den Augen. Bei einem Sturz riss sie sich den Meniskus im Knie, musste operiert werden und sah die Olympischen Spiele in Vancouver schon ohne sich ablaufen. Rund zwei Monate später stand sie zum dritten Mal in ihrer Karriere auf dem obersten Podest. „Ich hatte einfach Glück“, sagte die Jet-Pilotin, die erst mit Startnummer 29 ins Rennen gegangen war. Davor hatte Vonn das Rennen trotz der widrigen Bedingungen dominiert. Der Gewinn der Super-G-Kristallkugel war ihr schon vor Crans Montana nicht mehr zu nehmen. Auch im Rennen um den Gesamtsieg sieht es für die US-Amerikanerin gut aus. 245 Punkte Vorsprung auf Maria Riesch nimmt sie zum Finale nach Garmisch mit.
Die ÖSV-Damen wurden in Crans Montana wieder schwer geschlagen. Bei der Abfahrt am Samstag war Regina Mader als Achte mit Abstand Beste. Am Sonntag fuhr Elisabeth Görgl als Zehnte ins Ziel. Im Super-G war es das schlechteste Ergebnis seit 13. März 1997.
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