Oberösterreichs Fahne in Kanada halten nur die Skicrosserin Andrea Limbacher und Bobfahrer Christian Hackl hoch. Etwas mager für das viertgrößte Bundesland der Republik. In Zukunft will man aber wieder dick da sein. „Wenn ich mir die letzten Ergebnisse so anschaue, bin ich sehr optimistisch“, sagt Skiverbands-Landespräsident Friedrich Niederndorfer.
Einer, der sich zum Sprung an die Spitze aufmacht, ist Skispringer Michael Hayböck. Der Theninger sorgte zuletzt in Willingen beim Weltcup mit einem sechsten Platz für Furore. „Ich hätte nicht geglaubt, dass ich so schnell nach vor komme“, sagt Hayböck. Der Doppel-Juniorenweltmeister und Kontinentalcup-Führende (vor Teamkollege David Unterberger) habe das Zeug zum zukünftigen Olympia-Teilnehmer, glaubt auch sein Landestrainer Wolfgang Erlacher. „Er ist vom Kopf her enorm stark.“ Das Produkt Hayböck basiere dabei aber nicht mehr auf dem Prinzip Zufall, wie es früher oft der Fall war. „Ich glaube, dass wir die Früchte der flächendeckenden Arbeit erst so richtig ernten werden. Dazu haben wir mit Höhnhart und bald auch Hinzenbach tolle Möglichkeiten“, sagt Erlacher, der seit vorigem Winter hauptamtlich beim Verband angestellt werden konnte. „Dass die Landestrainer aller Sparten das endlich hauptberuflich machen können, war eines unserer Ziele. Nur so kann professionell gearbeitet werden“, sagt Niederndorfer. Aufstrebende Talente wie Langläuferin Nathalie Schwarz oder Skifahrer Vincent Kriechmayr sind erste Nutznießer der verbesserten Betreuung.
Infrastruktur ausbauen
„Kohle“, wie Niederndorfer es ausdrückt, brauche der Verband aber auch in Zukunft für derartige Bemühungen, die Sport-Landesrat Viktor Sigl trotz aller Spargedanken weiter zusagen will. „Das Sportbudget wurde zwar um 20 Prozent gekürzt heuer, aber wir wollen die Infrastruktur ausbauen.“ Um einerseits die Nachwuchsförderung zu gewährleisten, andererseits Sportereignisse wie den Ski-Weltcup in Hinter-stoder zu halten oder den geplanten Springer-Sommer-Grand-Prix 2011 nach Hinzenbach zu lotsen.
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