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Walter Mayers Rundumschlag

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Der gefallene Ex-ÖSV-Erfolgstrainer ritt Attacken.   Bild: APA

Der frühere ÖSV-Langlauf-Erfolgstrainer Walter Mayer, der bei den Olympischen Spielen in Turin 2006 sowie in Salt Lake City 2002 im Mittelpunkt zweier Doping-Skandale stand, lässt eineinhalb Wochen vor der Eröffnung in Vancouver die Wogen hochgehen. In der gestern erschienenen Ausgabe der „Sportwoche“ posiert Mayer mit einem Olympia-Maskottchen auf dem Cover. Und holte im Interview mit der Zeitschrift zum Rundumschlag aus. Er schloss eine Reise nach Kanada nicht aus. Auf die Frage, wo er vier Jahre nach dem Dopingskandal diesmal auftauchen werde, meinte Mayer: „Womöglich dort, wo man mich am wenigsten erwartet – in Vancouver. Ich bin zwar aufs Existenzminimum gepfändet, aber es gibt ein paar Österreicher, die hinter mir stehen, die mir diese Reise finanzieren würden.“

IOC-Vizepräsident Thomas Bach, den er als Drahtzieher der Razzien in Turin sieht, bezeichnete Mayer als „Hitlers letzten General“. Auch ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel blieb von den Attacken nicht verschont. „Eines werfe ich Präsident Peter Schröcksnadel schon vor: Zuerst wollte er den Robin Hood für die Athleten spielen, dann hat er sie doch fallen gelassen. Waren halt nur ein paar Langläufer.“

Warten auf möglichen Prozess

Die Soko Doping, die ihn im Frühjahr 2009 einen Monat in Untersuchungshaft genommen hatte, kritisiert er ebenfalls, da sie ein Jahr lang probiert habe, ihm „etwas juristisch Relevantes nachzuweisen.“ Tatsächlich wurde bis heute keine Anklage wegen eines Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz gegen Mayer erhoben.

Nach den provokanten Aussagen des 52-Jährigen gab es gestern erste Reaktionen. ÖOC-Präsident Karl Stoss distanzierte sich von Mayer und wollte dessen Attacken nicht weiter kommentieren, gab aber zu: „Es steht jedem frei, nach Vancouver zu reisen.“ Schröcksnadel war ebenfalls entsetzt: „Der Schaden, den Mayer angerichtet hat, ist schon groß genug.“

1 Kommentare
Mayer und Schaden - aber der ÖSV hat doch nie nix... · von ketzboht · 09.02.2010 08:53 Uhr

Was für eine verlogene Berichterstattung: Mayer, Doper 2002, Doper 2006 - jetzt beschuldigt er alle anderen. Was sagt der Mann zu sich, zu seinen Sportlern, zu seinem Verband, zu seinen Auftraggebern?
Und Schröcki - der hat von nichts gewusst.
Komisch, dass Mayer dann aber doch "schon genug Schaden" angerichtet hat. Welchen denn? Schröcksnadel soll mal die Fakten auf den Tisch legen. 8 Jahre nach Salt Lake City, 4 Jahre nach Turin wäre das eine Geste der Sauberkeit.

 

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