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Tuchfühlung mit den Stars: Talente-Turbo in Norwegen

Olympische Jugendspiele in Lillehammer: Vom König über Bjørgen, Jansrud bis Vonn – große Namen für "kleine" Hoffnungsträger.

Heute wird die amerikanische Ski-Queen Lindsey Vonn nicht beim Weltcup-Slalom in Crans Montana am Start sein, sondern der norwegischen 27.128-Einwohner-Stadt Lillehammer einen Besuch abstatten. Die 31-Jährige ist nicht der einzige "Special Guest" bei den Youth Olympic Games.

Am Freitag, bei der Eröffnung der internationalen Winter-Wettkämpfe der 14- bis 18-Jährigen, waren schon Norwegens König Harald, die sich in der Babypause befindende Langlauf-Ikone Marit Bjørgen (35), ihres Zeichens sechsfache Olympiasiegerin, oder Abfahrts-Riese Kjetil Jansrud (30) bewunderte "Nebendarsteller". Ein bemerkenswertes Statement, das den 1100 Talenten aus 70 Nationen nicht nur schmeichelt, sondern ihnen auch einen Motivationsschub gibt. Sie alle sind in einem heiklen Alter – "bedroht" von Verlockungen außerhalb der Sportszene. Für den Erfolg musst du dich quälen – aber es fällt leichter, wenn deine Vorbilder zum Greifen nah sind. Das Rampenlicht verbunden mit der Begeisterung der freundlichen Fan-Massen ist ein Motor.

Auch für Österreichs Premieren-Goldmedaillengewinnerin in Lillehammer: Die 17-jährige Kärntnerin Nadine Fest war nach dem Super-G der Alpinen – passend zu ihrem Familiennamen – in Feierlaune. "Ein Traum, ich war überhaupt nicht nervös", lächelte Nadine. Sie genießt die Atmosphäre – und die lässige Art, wie Norwegen mit seinen Nachwuchshoffnungen umgeht.

"Wir haben sehr viel Potenzial, begeisterungsfähige Menschen und eine große Sporttradition. Die Leute sind stolz auf ihre Athleten", sagt Bjørgen, die schon als 13-Jährige nach Lillehammer geblickt hat. 1994 hatte sich der 180 Kilometer nördlich von Oslo gelegene Ort erstmals in die Auslage gestellt – als Ausrichter von Olympischen Winterspielen.

Sie haben es geschafft

Die Youth Games sind eine Erfindung von Ex-IOC-Präsident Jac-ques Rogge – getragen vom Gedanken der Völkerverbindung. Deshalb stehen auch Team-Bewerbe mit Mädchen und Burschen aus verschiedenen Nationen auf dem Programm.

Lillehammer sieht die zweiten Winter-Nachwuchsspiesle, die ersten fanden 2012 in Innsbruck statt. Dort glänzten die spätere Biathlon-Weltmeisterin Franziska Preuß (D), Überfliegerin Sara Takanashi (Jpn) oder die Slalom-Asse Petra Vlhova (Svk) und Marco Schwarz (Ö). Ein gutes Omen für Nadine Fest.

 

Starker Solist

Oberösterreichs einziger Aktiver, Langläufer Florian Schwenter (18/SU Eidenberg), stieß im Cross-Bewerb bis ins Finale vor und glänzte als Neunter. „Das war ein cooler Auftakt“, freute sich der Oberneukirchener.

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Artikel Alexander Zambarloukos aus Lillehammer 15. Februar 2016 - 00:04 Uhr
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