NEW YORK. Den 31. Oktober 2008 wird Sybille Bammer nie vergessen. Österreichs beste Tennisspielerin schlug bei den US Open nach einem 3:05-Stunden-Marathon Marion Bartoli. Der Aufstieg in das Viertelfinale war der bisher größte Erfolg in der Karriere der 29-jährigen Ottensheimerin. Genau ein Jahr später trifft Bammer heute in Flushing Meadows in der ersten Runde auf die Spanierin Maria José Martinez Sanchez. Zuvor sprach sie, die in New York von ihrer Tochter Tina (8) und ihrem Lebensgefährten Christoph Gschwendtner begleitet wird, mit den OÖN über ...
ihre Form: „Beim Turnier in Cincinnati habe ich hintereinander drei sehr gute Spielerinnen (darunter Serena Williams, Anm.) geschlagen. Das ist mir noch nicht so oft gelungen. Auf die konstant gute Leistung lässt sich aufbauen.“
die US-Open: „Es gefällt mir hier. Erstens, weil ich gerne auf Hardcourt spiele, zweitens ist es schön heiß. Das mag ich. Außerdem ist meine Familie die ganze US-Tour dabei (die insgesamt sechs Wochen dauert).“
Roger Federers Vaterglück: „Soviel ich weiß, hat er zwei Kindermädchen. Aber das braucht er bei Zwillingen wahrscheinlich auch. Ich weiß nicht, ob er bei seinen Kindern schläft. Wenn er das tut, hat er meinen vollen Respekt. Da gibt es nämlich keine ruhige Nacht. Und Schlaf ist wichtig, wenn man Leistung bringen will.“
Kim Clijsters: „Die macht das als Mutter auch richtig super (Tochter Jada der Belgierin, ehemalige Nummer eins, ist eineinhalb Jahre alt), die gesamte Familie hilft mit. Ich habe Kim nach ihrem Comeback in Cincinnati getroffen. Wir haben im gleichen Hotel gewohnt. Ich bin sicher, sie kehrt unter die Top 10 der Weltrangliste zurück.“
Trainer: Jürgen Waber ist dieses Mal zu Hause geblieben, Jan Velthuis, der auch Jürgen Melzer betreut, steht Bammer bei. „Wir telefonieren viel. Auf dem Platz muss aber sowieso ich die Entscheidung treffen.“ Hoffentlich ist es erneut die richtige.