„Die Austria hat mehr Zweikämpfe gewonnen und mehr Fouls gemacht. Deshalb haben sie das Spiel gewonnen. Wenn wir weniger als der Gegner geben, dann haben wir keine Chance. Und das war definitiv zu wenig.“ So lautete die Erklärung von Trainer Paul Gludovatz für Rieds verkehrte Fußball-Welt. Oft hatte man Spiele gegen stärkere Mannschaften mit mehr Einsatz gedreht. Diesmal war das Gegenteil der Fall. Zumindest einen „mildernden Umstand“ billigte er der Mannschaft bei der sportlichen Urteilsverkündung doch zu. „Ich kann mich nicht erinnern, wann wir das letzte Mal weniger als der Gegner gegeben haben. Das ist schon ganz lange nicht passiert. Und es wird auch lange nicht mehr passieren.“ Deshalb wurde die Partie auch schnell abgehakt. „Wir müssen so ehrlich sein, dass wir chancenlos gewesen sind“, gab auch Daniel Beichler zu.
Die Violetten waren bissiger – wohl auch, weil Trainer Ivica Vastic ordentlich durchgemischt hatte. Stürmer Roland Linz saß nur auf der Tribüne. Der Rest schien es ihm extra zeigen zu wollen. Dass die Violetten durch Gorgon bereits nach neun Minuten in Führung gegangen sind, spielte den Riedern natürlich ebenso überhaupt nicht in die Karten. Gludovatz: „Bei diesen Verhältnissen ist eine Aufholjagd dann doppelt schwer. Das gilt aber nicht als Ausrede für die restliche Leistung.“
Auch der Negativlauf in der Bundesliga – seit 2001 haben die Innviertler kein Bundesliga-Auftaktspiel im Frühjahr mehr gewonnen –, tangiert den Trainer wenig. „Im Vorjahr haben wir auch zum Auftakt gegen die Austria verloren. Wenn wir am Ende wieder den Cup gewinnen oder einen Europacupplatz holen, dann nehme ich das 0:2 gerne in Kauf.“
Spielfilm
2. Minute: Casanovas Kopfball geht knapp über das Tor. Es sollte eine der ganz wenigen Chancen für die SV Ried bleiben.
9. Minute – 0:1: Schlimmer hätte es für Ried nicht kommen können. Nach Vorlage von Roman Kienast übernimmt Alexander Gorgon volley. Torhüter Thomas Gebauer ist bei diesem Treffer ohne Chance.
26. Minute: Der Schuss von Thomas Hinum fällt zu schwach aus. Austrias Keeper Heinz Lindner hat keine Mühe.
60. Minute: Trainer Paul Gludovatz reagiert auf die schwache Leistung. Nacho und Zulj kommen für Meilinger und Casanova. Meilinger war erkrankt in die Partie gegangen.
63. Minute: Nacho versucht es – sein Schuss geht drüber.
76. Minute: Das hätte bereits das 0:2 sein können. Tadic scheitert völlig frei an Ried-Keeper Gebauer.
83. Minute – 0:2: Ried riskiert alles – und kassiert den zweiten Gegentreffer. Wieder ist es Alexander Gorgon. Über Austrias starke Neuerwerbung und Tadic kommt der Ball zu Gorgon, der am zweiten Pfosten einnetzt.
Austria Wien – SV Josko Ried 2:0 (1:0)
Tore: 1:0 ( 9.) Gorgon, 2:0 (84.) Gorgon
FK Austria Wien: Lindner; Dilaver, Margreitter, Ortlechner, Suttner; Holland, Liendl; Gorgon (86. Simkovic), Stankovic (46. Jun), Leovac; Kienast (73. Tadic)
SV Josko Ried: Gebauer; Rotpuller, Reifeltshammer, Riegler; Hinum, Hadzic, Schreiner; Lexa (74. Basala-Mazana), Beichler, Meilinger (60. Nacho); Casanova (60. Zulj) Gelb: Kienast, Liendl; Riegler
Generali-Arena, 6250; Harkam
Das 0:2 bei der Austria ist leistungsgerecht. Mehr ist bei den Riedern nicht möglich.
Und noch so einer mit dummen und sinnlosen Kommentaren, der nur neidisch ist, weil sein Verein irgendwo unterklassing mitschwimmt oder ein genereller Fußballhasser ist!
Ich spreche in diesem Fall nur dich an, cloacamaxima!
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