OÖN: Wie groß ist die Chance, dass sie am Samstag in Mattersburg endlich wieder am Ball sein werden?
Glasner: Ich fühle mich bereit. Im Training geht es schon sehr gut und der Test am Wochenende mit den Rieder Amateuren gegen die Red-Bull-Amateure hat auch geklappt. Ich freue mich auf das Comeback.
OÖN: Werden Sie vom Beginn an dabei sein?
Glasner: Das müssen Sie den Trainer fragen. Es geht ja nicht um mich, sondern um die Mannschaft. Ich will dem Team helfen. Wenn ich nur auf der Ersatzbank sitze, weil es der Trainer so für vernünftiger hält, akzeptiere ich das natürlich auch. Ich bin einfach nur froh, dass ich wieder dabei sein kann und nicht von der Tribüne aus zuschauen muss.
OÖN: Sie haben eine sehr lange Reha-Zeit hinter sich. Gab es einmal Zweifel, ob Sie überhaupt wieder zurückkommen werden?
Glasner: Ehrlich gesagt, war ich schon knapp davor, meine Laufbahn zu beenden. Ich wollte einfach nicht mehr mit Schmerzen Fußball spielen und erlitt immer wieder Rückschläge. Da war einfach kein Ende in Sicht. Zunächst die Probleme mit dem Leistenbruch und dann die Adduktoren-Verletzung. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass mir niemand mehr helfen kann.
OÖN: Ist man als Fußball-Profi in so einer Situation auf sich allein gestellt?
Glasner: Der Verein hilft schon, so gut es geht, aber du musst natürlich auch selber dahinter sein. Geholfen hat mir auch mein Manager Jürgen Werner, der mich zu Bayern-Arzt Müller-Wohlfahrt vermittelte. In München ging es endlich wieder aufwärts.
OÖN: Ried hat zum Saisonstart gegen Sturm Graz 0:3 verloren. Ist das jetzt ein guter Zeitpunkt für ein Comeback?
Glasner: Sicher ist es keine leichte Situation, aber diese Niederlage verunsichert mich nicht. Es hat einige Fehler gegeben, aber phasenweise hat Ried auch recht gut gespielt. Wir haben das Spiel am Dienstag genau analysiert. Es gibt keinen Grund, Trübsal zu blasen.
OÖN: Nach dem Spiel gegen Mattersburg gibt es das Derby gegen den LASK und dann folgt das Freundschaftsspiel gegen Hertha BSC Berlin. Freuen Sie sich auf diesen Gegner?
Glasner: Natürlich, so oft spielt man nicht gegen eine so prominente Mannschaft. Das wird sicher eine fesche Sache. Dieses Spiel sollte kein Fußball-Fan verpassen.
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