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Gludovatz bleibt in Ried und übt Kritik an Hamann

Bild vergrößern Gludovatz bleibt in Ried und übt Kritik an Hamann

Paul Gludovatz will den Rieder Erfolgsweg fortsetzen.  Bild: Gepa

RIED. Wie erwartet ist es jetzt mit der Vertragsverlängerung von Paul Gludovatz bei der SV Josko Ried ganz schnell gegangen. Er bleibt bis Sommer 2011 im Innviertel. Im OÖN-Interview spricht er über seine Ziele und übt Kritik an Ex-LASK-Trainer Hamann.

OÖN: Viel besser als in den ersten beiden Jahren Ihrer Trainerzeit in Ried kann es nicht mehr laufen. Haben Sie keine Angst vor zu hohen Erwartungen?

Gludovatz: Überhaupt nicht. Ich bin in einer sehr glücklichen Lage als Trainer. Meine Arbeit hängt nicht davon ab, wie unser nächstes Spiel gegen Salzburg ausgeht. Ich kann mich hier in Ried auf eine längerfristige Planung konzentrieren.

OÖN: Wie sieht diese aus? Bekommen Sie Sonderwünsche erfüllt?

Gludovatz: Wir wissen ja, wo unsere Grenzen sind. Es war wichtig, dass die Verträge von Stefan Lexa und Thomas Gebauer verlängert wurden. Grundsätzlich müssen neue Spieler besser sein als jene, die wir selber haben.

OÖN: Wenn Sie es sich aussuchen könnten: Welchen leistbaren Spieler hätten Sie gerne?

Gludovatz: Der Markt ist ja momentan sehr interessant. Allein heute habe ich bereits mit zwei Managern gesprochen, die bereits jetzt um unsere Planung für den Herbst fragen. Es gibt immer weniger Klubs, die Top-Verträge anbieten und pünktlich bezahlen. Das ist sicher kein Nachteil für uns.

OÖN: Wie sieht es mit dem eigenen Spieler-Nachwuchs aus?

Gludovatz: Es ist oft schwierig, die Burschen zu bremsen. Ich habe bei der Integration einen Eineinhalb-Jahres-Plan. Oft werden dann alle nervös, wenn einer nach dem ersten guten Spiel nicht sofort die nächste Chance bekommt. Ich muss sie aber darauf vorbereiten, dass sie 36 Liga-Partien spielen können.

OÖN: Ein Seitenblick zum LASK: Was raten Sie Ihrem Kollegen Helmut Kraft?

Gludovatz: Was soll ich dem Helmut raten? Der ist länger in der Bundesliga als ich und sicher nicht auf Tipps von mir angewiesen.

OÖN: Mit seinem Vorgänger, Matthias Hamann, gehen Sie nicht konform?

Gludovatz: Es gibt im Fußball eine goldene Regel: Wer zahlt, der schafft an. Und das ist der Präsident. Als Trainer und Angestellter kann ich nicht öffentlich den Präsidenten so kritisieren, wie er es gemacht hat. Das kann ich nicht nachvollziehen.

OÖN: Sind Sie froh, in Ruhe arbeiten zu können?

Gludovatz: Ja, aber dafür bin ich ja selber verantwortlich, für Ruhe zu sorgen. Der Verein hat mich auch deshalb geholt. Generell ist die Unruhe beim LASK für alle schlecht. Es wird gerade ein hochdotierter TV-Vertrag für alle Klubs ausgehandelt, da gilt es, ein positives Image zu transportieren.

1 Kommentare
Unterschied: Lask-Ried · von senfgeber · 09.02.2010 16:33 Uhr

Da ein Trainer, der weis wer der Boss ist. Dort die "Fans" die sich von der Kronenzeitung leiten lassen.

 

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