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Red Bull kann der lachende Dritte sein

SINGAPUR. Formel 1: Im Zweikampf zwischen Ferrari und Mercedes kommt eine dritte Kraft ins Spiel.

Red Bull kann der lachende Dritte sein

Ready for Take-off: Das Einsatzfahrzeug von Daniel Ricciardo könnte am Wochenende eine Hauptrolle spielen. Bild: APA

Nach dem Führungswechsel im Gesamtklassement nach dem Grand Prix von Italien könnte Sebastian Vettel am Wochenende in Singapur WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton wieder überholen. Auf dem verwinkelten Stadtkurs sollte Ferrari im Duell gegen Mercedes nämlich im Vorteil sein. Außerdem ist das Flutlichtrennen (Start am Sonntag um 14 Uhr MESZ, ORF eins live) der Lieblings-Grand-Prix des Deutschen, der hier seit 2011 viermal als Sieger die Zielflagge sah.

Drei Erfolge feierte er allerdings vor seiner Ferrari-Zeit im Red Bull. Das Formel-1-Team des Roten Bullen möchte sich auch an diesem Wochenende im Zweikampf um den WM-Titel zwischen Ferrari und Mercedes als dritte Kraft ins Spiel bringen.

Die Rolle des lachenden Dritten haben die beiden Red-Bull-Piloten Daniel Ricciardo und Max Verstappen am Vorabend des ersten Trainings schon geübt. Gemeinsam versuchten die beiden mit allen möglichen (und unmöglichen) Werkzeugen eine ortstypische Durian-Frucht zu öffnen. Das glücklicherweise geschmacks- und geruchsneutrale Slapstick-Video vom Kampf mit dem stacheligen Gewächs, das auch "Stinkfrucht" genannt wird, hat in den sozialen Medien in kürzester Zeit von null auf tausende Klicks beschleunigt. Ob Red Bull am Wochenende auch die harten Nüsse namens Mercedes und Ferrari knacken kann, wird nicht nur vom passenden Werkzeug, sondern auch vom Zufall abhängen.

Auf dem engen Kurs ist nicht selten das Safety-Car von Bernd Mayländer im Einsatz. Hier zählen also nicht nur schnelle Rundenzeiten, sondern vor allem auch die richtige Boxenstopp-Strategie. Eine wichtige Vorentscheidung dürfte schon im heutigen Qualifying fallen (15 Uhr). Die Überholmöglichkeiten sind beschränkt, die Pole-Position daher umso wichtiger.

Der Grand Prix von Singapur ist außerdem nicht nur für das Material ein Härtetest, sondern auch für den Menschen. Auch am Abend herrschen Temperaturen von gut 30 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von mehr als 70 Prozent. Auch ein Plus für Vettel, der so hitzeresistent ist, als wäre seine Haut mit Teflon beschichtet. Vor dem Rennen prallten Fragen über die Brisanz des Titelkampfes mit Hamilton an ihm ab. "Wenn wir hier die WM-Führung nicht zurückerobern, geht die Welt auch nicht unter", sagte er cool.

 

Freitag-Training

1. Training: 1. Daniel Ricciardo (Aus) Red Bull 1:42.489 Min.; 2. Sebastian Vettel (D) Ferrari +0,109 Sek.; 3. Max Verstappen (Nl) Red Bull +0,121; 4. Lewis Hamilton (Gb) Mercedes +0,415; 5. Sergio Perez (Mex) Force India +0,934; 6. Valtteri Bottas (Fin) Mercedes +0,945; 7. Kimi Räikkönen (Fin) Ferrari +1,245; 8. Fernando Alonso (Spa) McLaren +1,270.

2. Training: 1. Ricciardo 1:40,852; 2. Verstappen +0,556 Sek.; 3. Hamilton 0,703; 4. Bottas +1,252; 5. Nico Hülkenberg (D) Renault +1,596; 6. Stoffel Vandoorne (Nl) McLaren +1,649; 7. Alonso + 1,936; 8. Perez +1,974: 9. Raikkönen +1,983.

 

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Artikel 16. September 2017 - 00:04 Uhr
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