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Hamilton feiert Start-Ziel-Sieg in Spa

SPA-FRANCORCHAMPS. Lewis Hamilton hat am Sonntag den Formel-1-Grand-Prix von Belgien gewonnen. Der Brite setzte sich auf den 44 Runden in Spa-Francorchamps vor seinem WM-Rivalen Sebastian Vettel im Ferrari und dem Red-Bull-Piloten Daniel Ricciardo durch.

Hamilton wies Vettel in Spa in die Schranken.  Bild: (APA/AFP/EMMANUEL DUNAND)

Lewis Hamilton hat in seinem 200. Formel-1-Rennen den 58. Sieg gefeiert. Der Mercedes-Pilot gewann heute, Sonntag, in Spa vor dem WM-Führenden Sebastian Vettel im Ferrari. Den dritten Platz sicherte sich bereits zum fünften Mal in diesem Jahr Daniel Ricciardo im Red Bull. In der Gesamtwertung verkürzte Hamilton seinen Rückstand auf sieben Punkte, Teamkollege Valtteri Bottas ist nach wie vor Dritter.

Als Fünfter hinter Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari verpasste Bottas das Podest aber deutlich. Nico Hülkenberg holte für Renault den sechsten Platz. Wieder einmal Pech hatte Max Verstappen, der seinen sechsten Ausfall in der laufenden Saison hinnehmen musste. Schon sieben Ausfälle hat Fernando Alonso zu Buche stehen, der auch auf dem Ardennen-Kurs von seinem McLaren-Honda im Stich gelassen wurde.

"Das Team hat einen großartigen Job gemacht. Seb hat einen tollen Fight geliefert", sagte Hamilton nach seinem fünften Sieg 2017. Der 32-Jährige war zum 68. von der Pole Position in ein Formel-1-Rennen gestartet. Damit stellte er den Rekord von Michael Schumacher ein, der an gleicher Stelle 1992 seinen ersten von 91 Siegen gefeiert hatte.

Nach einem Start ohne Zwischenfälle fuhren Hamilton und Vettel vorneweg, ihre finnischen Teamkollegen Bottas und Räikkönen konnten das Tempo nicht ganz mitgehen. Hamilton wechselte nach dem ersten Viertel der Renndistanz zuerst auf Soft-Reifen, Vettel tauschte zwei Runden später und blieb - wie auch das gesamte übrige Rennen - hinter dem Briten.

Interessant wurde es noch einmal während eines Safety-Car-Einsatzes, ausgelöst durch eine Kollision zwischen den beiden Force-India-Autos, die Sergio Perez den rechten Hinterreifen und Esteban Ocon seinen linken Frontflügel kostete. Vettel wechselte nun auf die schnellere Ultrasoft-Mischung. Hamilton und Bottas aber bekamen einen neuen Soft-Satz, da Mercedes keine neuen Ultrasoft mehr zur Verfügung hatte.

Ricciardo überholte nach dem Restart Bottas und schob sich auf den dritten Platz, Vettel kam vorne jedoch nicht an Hamilton vorbei. Eine einzige gefährliche Attacke des viermaligen Weltmeisters wehrte der Dreifach-Champion ab. "Es zeigt, dass es einfach schwierig ist zu überholen, und der Lewis ist einfach ein super Rennen gefahren", erklärte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff im ORF-Interview.

"Lewis hat keinen Fehler gemacht"

"Es hat Spaß gemacht. Ich habe gewartet, dass Lewis einen Fehler macht, aber das hat er nicht", erläuterte Vettel, der mit seinem Restart nicht glücklich war. "Ich habe geschaut, dass ich nicht zu weit weg bin, aber dann war ich zu nahe." Mit dem Speed und der Laufleistung seines Ferrari zeigte sich der 30-Jährige aber zufrieden. "Wir haben auf solchen Strecken einen Schritt nach vorne gemacht."

Pechvogel Verstappen musste seinen Red Bull RB13 bereits in der neunten Runde auf der Strecke abstellen. Zuvor hatte der 19-Jährige über massiven Leistungsverlust geklagt. Für den in Hasselt in Belgien geborenen Niederländer war es im zwölften Rennen der bereits sechste Ausfall. "Für ein Topteam darf das nicht passieren. Das ist richtig schlecht", beklagte sich Verstappen, der das gesamte Wochenende über von einer gigantischen Fangemeinde unterstützt wurde.

"Zuerst hat es geheißen, es war die Zündkerze, jetzt sollen es nur Sensoren gewesen sein", erklärte Red-Bull-Berater Helmut Marko. "Diese Ausfallserie, diese Probleme sind schwer zu ertragen." Im Moment wisse man im Team nicht, "was wir da machen sollen".

Schon vor dem Rennen gab es einen emotionalen Moment. Mick Schuhmacher, der Sohn von Michael Schumacher drehte eine Runde im Benetton, mit dem sein Vater 1994 den ersten seiner sieben Titel errungen hatte. "Da waren sehr viele Emotionen dabei", sagte der 18-Jährige. "Es war mega, so ein Auto fahren zu dürfen."

Spa-Francorchamps, 44 Runden a 7,004 km = 308,052 km

1. Lewis Hamilton (GBR) Mercedes 1:24:42,820 Std. Schnitt: 220,037 km/h
2. Sebastian Vettel (GER) Ferrari +2,358
3. Daniel Ricciardo (AUS) Red Bull +10,791
4. Kimi Räikkönen (FIN) Ferrari +14,471
5. Valtteri Bottas (FIN) Mercedes +16,456
6. Nico Hülkenberg (GER) Renault +28,087
7. Romain Grosjean (FRA) Haas +31,553
8. Felipe Massa (BRA) Williams +36,649
9. Esteban Ocon (FRA) Force India +38,154
10. Carlos Sainz jr. (ESP) Toro Rosso +39,447
11. Lance Stroll (CAN) Williams +48,999
12. Daniil Kwjat (RUS) Toro Rosso +49,940
13. Jolyon Palmer (GBR) Renault +53,239
14. Stoffel Vandoorne (BEL) McLaren +57,078
15. Kevin Magnussen (DEN) Haas +1:07,262
16. Marcus Ericsson (SWE) Sauber +1:09,711
7. Sergio Perez (MEX) Force India +2 Runden

Ausgeschieden: Fernando Alonso (ESP) McLaren, Max Verstappen (NED) Red Bull, Pascal Wehrlein (GER) Sauber

Schnellste Runde: Sebastian Vettel (GER) Ferrari in der 41. Runde in 1:46,577 Min. (Schnitt 236,580 km/h)

 

WM-Stand (nach 12 von 20 Rennen):

1. Sebastian Vettel (GER) Ferrari 220
2. Lewis Hamilton (GBR) Mercedes 213
3. Valtteri Bottas (FIN) Mercedes 179
4. Daniel Ricciardo (AUS) Red Bull 132
5. Kimi Räikkönen (FIN) Ferrari 128
6. Max Verstappen (NED) Red Bull 67
7. Sergio Perez (MEX) Force India 56
8. Esteban Ocon (FRA) Force India 47
9. Carlos Sainz jr. (ESP) Toro Rosso 36
10. Nico Hülkenberg (GER) Renault 34
11. Felipe Massa (BRA) Williams 27
12. Romain Grosjean (FRA) Haas 24
13. Lance Stroll (CAN) Williams 18
14. Kevin Magnussen (DEN) Haas 11
15. Fernando Alonso (ESP) McLaren 10
16. Pascal Wehrlein (GER) Sauber 5
17. Daniil Kwjat (RUS) Toro Rosso 4
18. Stoffel Vandoorne (BEL) McLaren 1

 

Konstrukteurs-WM (nach 12 von 20 Rennen):

1. Mercedes 392
2. Ferrari 348
3. Red Bull 199
4. Force India 103
5. Williams 45
6. Toro Rosso 40
7. Haas 35
8. Renault 34
9. McLaren 11
10. Sauber 5

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Artikel nachrichten.at/apa 27. August 2017 - 15:43 Uhr
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