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Wimbledon: Clijsters zwingt Fan ins Tennis-Röckchen

LONDON. Bei einem Show-Match brüllt ein Zuschauer unentwegt Aufschlag-Tipps von den Rängen. Das bringt die frühere Weltranglistenerste Kim Clijsters auf eine Idee, die er wohl nicht so schnell vergessen wird.

Chris Quinn Bild: Screenshot

Dieser Mann geht in die Geschichte von Wimbledon ein. Gemeint ist diesmal nicht der Schweizer Roger Federer, der sich mit seinem achten Triumph bei dem Grand-Slam-Turnier unsterblich machte. Sondern ein irischer Zuschauer, der sich beim Damen-Doppel zwischen Kim Clijsters/Rennae Stubbs und Andrea Jaeger/Conchita Martinez in die Herzen der Kontrahentinnen und Tennis-Fans auf der ganzen Welt spielte.

Das auf dem offiziellen YouTube-Account der Wimbledon-Organisatoren gepostete Video wurde innerhalb von zwei Tagen rund zwei Millionen Mal angesehen.

Darin ist zu sehen, wie er der ehemaligen Nummer eins der Welt, Kim Clijsters, unentwegt Aufschlagtipps entgegenbrüllte. Als er wieder einmal „Body Service“ („Ziel auf den Körper“) rief, hatte Clijsters genug und forderte den Mann auf, auf den Rasen zu kommen.

Und weil es in Wimbledon Tradition ist, weiße Spielkleidung zu tragen, hastet Clijsters zu ihrer Sporttasche, um ein Ersatz-Outfit für den Mann, der eigentlich Chris Quinn heißt, herauszukramen. Die Spielerinnen können sich kaum halten vor Lachen, als er mit großer Entschlossenheit schließlich das Röckchen an die richtige Stelle zieht.

Unter tosendem Applaus der Zuschauer gelingt es Quinn sogar, Clijsters’ ersten Aufschlag zu erreichen und einen etwas zu kurz geratenen Lop zurückzuspielen. Sogar den Volley-Return von Stubbs kann er zurückschlagen, jedoch landet der Ball im Netz.

Und seine Freude hatte er sichtlich auch daran: "Danke, dass du mich mit dem Aufschlag nicht zu hart rangenommen hast", bedankte er sich bei Clijsters. "Ihr habt mich zu einem größeren Helden für meine drei Töchter gemacht, die euch übrigens verehren." Und eine Lektion nahm er auch mit: "Das wird mich lehren, meinen Mund aufzureißen."

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Artikel nachrichten.at 17. Juli 2017 - 14:28 Uhr
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