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Monica Puig: Eine Olympiasiegerin sucht in Linz ihre Form

LINZ. Die Sensation von Rio 2016 wartet auf ihren nächsten Coup. In ihrer Heimat Puerto Rico ist sie eine Nationalheldin.

Monica Puig: Eine Olympiasiegerin sucht in Linz ihre Form

Ihre knallharten Grundschläge sind auf der WTA-Tour gefürchtet. Bild: Reuters

Ein Empfangskomitee um Turnierdirektorin Sandra Reichel hieß sie am Montag am Flughafen in Linz-Hörsching herzlich willkommen, Blumenstrauß inklusive. Tennis-Star Monica Puig, die sich im Vorjahr bei den Olympischen Spielen in Rio sensationell die Goldmedaille sicherte, war vom herzlichen Empfang beim "Upper Austria Ladies Linz" sichtlich begeistert, wie sie ihren vielen Fans später in den sozialen Medien mitteilte.

Beim bestens besetzten WTA-Damen-Turnier ab Samstag in der Tips-Arena ist die Puerto-Ricanerin, die vor wenigen Tagen 24 Jahre alt wurde, einer der großen Namen. Und das obwohl sie nach ihrem Coup in Brasilien, wo sie die damalige Weltranglisten-Erste Angelique Kerber im Finale in drei Sätzen in die Schranken wies, nicht mehr an ihren tollen Erfolg anschließen konnte. In der Weltrangliste liegt die Rechtshänderin nur noch auf Platz 68, das Halbfinale von Doha ragt als bestes Ergebnis 2017 bei weitem heraus.

Doch die hochtalentierte Rechtshänderin punktet dafür abseits des Platzes mit ihrer Art. Ihre zuhause ungebrochene Popularität setzt sie nun für den guten Zweck ein, nachdem große Teile des Landes von Hurrikan Maria verwüstet wurden. "Ich verspreche, alles in meiner Macht Stehende zu tun, meiner geliebten Insel und meinen Mitbürgern zu helfen, Puerto Rico wieder aufzubauen", sagte Puig. Und richtete eine Website für Spenden ein. Mittlerweile fanden sich prominente Unterstützer der Aktion.

Scharapowa als Unterstützerin

Ihre Freundin Maria Scharapowa, einstige Nummer eins der Welt und 2006 der große Stargast in Linz, ist von Puigs Engagement angetan. Die Russin, die im Dezember 2016 einen Schaukampf gegen Puig in deren Heimat bestritt, will sie beim Sammeln von Spenden unterstützen. "Ich habe mich damals in die Insel, die Leute und die Kultur verliebt", sagt Scharapowa, die kommende Woche erstmals seit ihrer Rückkehr im April nach abgelaufener Dopingsperre wieder in die Top-100 vordringen wird.

Bei Puig soll es auch sportlich bald wieder laufen. Die hübsche Dame aus der Karibik, die gestern schon eifrig trainierte, will im Herbst dieser Saison voll angreifen. Warum nicht gleich in Linz?

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Artikel Dominik Feischl 04. Oktober 2017 - 00:04 Uhr
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