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Haas steht beim Heimspiel noch mehr unter Strom

LINZ. Tennis: Die 21-Jährige hat beim "Upper Austria Ladies" in Linz viel vor und landete schon davor einen Sponsor-Coup bei der Energie AG.

Haas steht beim Heimspiel noch mehr unter Strom

Das große Tennis-Talent aus Weyer hat sich nicht nur für das Turnier kommende Woche viel vorgenommen. Bild: GEPA pictures/ Walter Luger

Jelena Ostapenko, beim WTA-Tennisturnier nächste Woche in Linz die topgesetzte Spielerin, hat seit gestern Gewissheit. Wie die WTA bekanngab, hat sich die Lettin, heuer als Ungesetzte Gewinnerin der French Open, als siebte Dame für die WTA Finals in Singapur (22. bis 29. Oktober) qualifiziert.

Im Konzert der Allerbesten einmal mitzumischen, ist auch der Traum von Barbara Haas aus Weyer, obwohl sie sogar ein Jahr älter ist als die 20-jährige Ostapenko. Doch der Aufstieg in der Weltsportart Tennis ist mühselig und keine Einbahnstraße. Weiß auch ihr Manager Manfred Nareyka, dessen 17-jähriger Sohn Björn ebenfalls nach oben will. "Das ist ein Kampf um jedes Pünktchen. Und auch finanziell muss man die Reiserei und das Drumherum mit Trainer und Betreuung erst einmal stemmen. Die Familie alleine schafft das selten", sagt Nareyka.

Umso froher ist Haas nun, dass sie in die bereits 15 Leute umfassende Sportlerfamilie von Sponsor Energie AG Aufnahme fand. Und das als erste Ballsportlerin. Ihr Können hatte sich bis zum Tennis-affinen Vorstand Andreas Kolar sowie Generaldirektor Werner Steinecker durchgesprochen.

Und Haas hat außer großem Talent und viel Kampfgeist auch schon Zählbares vorzuweisen. Vorerst vor allem auf der Future-Turnierebene, wo sie bereits elf Titel gesammelt hat. Der Schützling von Jürgen Waber, der schon Sybille Bammer unter die Top-20 der Weltrangliste führte, will aber mehr. Es ist nur eine Frage der Zeit.

"Ein Erfolgserlebnis bei einem größeren Turnier könnte den Knopf aufgehen lassen", glaubt Haas. So wie 2016 bei den US Open, als sie erstmals den Einzug in den Hauptbewerb eines Grand-Slam-Turniers schaffte. Nicht nur sportlich ein Segen. Auch in puncto Geld. "Schaffst du es unter die Top-100, zahlst du nicht mehr ein, sondern kannst die Ausgaben abdecken", sagt Haas.

"Habe nichts zu verlieren"

Bevor sie im Jänner 2018 bei den Australien Open den nächsten Anlauf bei einem Major nimmt, will sie schon kommende Woche beim "Upper Austria Ladies" zum Höhenflug ansetzen. Und das trotz Flugangst. "Ich habe dort nichts zu verlieren, es ist bestens besetzt", sagt die Nummer 172 der Welt. Und das sei ohnehin kein Nachteil. Denn das Spiel mit den Besten des Faches bringt einen weiter. Einen Vorgeschmack bekommt sie schon heute im Training in der TipsArena, wenn sie sich mit der früheren Top-Ten-Akteurin Belinda Bencic (Sz) die Bälle um die Ohren schlagen wird.

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Artikel Dominik Feischl 05. Oktober 2017 - 00:04 Uhr
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