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Melzers etwas anderes Liebesbekenntnis

Jürgen Melzers Erstrundenerfolg in der Wiener Stadthalle ist ein hartes Stück Arbeit. Dass es überhaupt zu diesem kommt, ist einerseits ein kleines medizinisches Wunder und andererseits ein Produkt großen Willens.

Mohamed Khalifa hat den inoffiziellen Titel des "Wunderheilers" wahrlich verdient. Nicht erst einmal knetete der Ägypter in seiner Klinik in Hallein Tennis-Asse wie Roger Federer, Stefan Koubek oder Jürgen Melzer zusammen. Noch am Montag klagte Letzterer über Schmerzen bei jedem Schritt. Ein Umstand, der eigentlich nicht zwingend dazu verleitet, am nächsten Tag ein Match über zwei Stunden zu spielen.

Khalifa verleiht Flügel
Khalifa sei Dank steht Melzer Dienstag um 18:30 Uhr vor 5.900 Fans doch auf dem Platz - und verlässt selbigen auch mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Der 7:6 (4), 7:6 (10)-Erfolg über den Schweizer Marco Chiudinelli bedarf einem wahren Kraftakt. "Ich bin glücklich, dass ich in zwei Sätzen gewonnen habe", erklärt der Niederösterreicher nach dem Spiel um wenig später seine Dankesrede Richtung Salzburg anzubringen.

"Mit Khalifa habe ich durchwegs gute Erfahrungen gemacht. Die Behandlungen sind wahrlich keine Massagen und sie tun teilweise schon richtig weh, aber im Endeffekt hilft's. Gestern hat er mich eineinhalb Stunden am ganzen Körper bearbeitet", sagt der 28-Jährige. Wenn der Heilungsprozess nach Plan verläuft, sollten die seit zwölf Tagen akuten Schmerzen in der Ferse (durch eine Flüssigkeitsansammlung) Ende dieser Woche passé sein.

Liebe auf Wienerisch
Während des Chiudinelli-Spiels verspürt der ÖTV-Daviscupper "bei gewissen Bewegungen" zwar Schmerzen, versucht diese aber möglichst selten zu zeigen. "Wer mich auf dem Platz kennt, wird aber schon erkannt haben, wann es weh getan hat." Dass das Turnier in der Wiener Stadthalle für Melzer ein besonderes ist, belegt die Tatsache, dass er bei jedem anderen Turnier auf einen Start verzichtet hätte.

"Wenn sich die Schmerzen in den nächsten Tagen in diesem Bereich wie heute bewegen, werde ich das Turnier hoffentlich durchspielen können." Nachsatz: Aber wenn es nicht Wien wäre, wäre ich wohl erst gar nicht auf den Platz gegangen."

Melzer erwartet Hrbaty
Der nächste Gegner in der Person von Dominik Hrbaty (SVK) oder Ruben Ramirez-Hidalgo (ESP) sollte für den Deutsch-Wagramer jedenfalls ein schlagbarer sein. "Bei Hrbaty weiß man oft nicht, was einen erwartet. Und Ramirez-Hidalgo ist sicher kein Hallenspezialist." Gegen beiden Akteure weist Melzer auf der ATP-Tour eine 1:0-Siegbilanz auf.

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Artikel sportnet.at 27. Oktober 2009 - 22:01 Uhr
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